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2024

08

2024-07-30T12:00:00

Helpdesk und Support

TESTS

028

Remote-Software

IT-Support

Splashtop

Fernwanderung

von Martin Loschwitz

Veröffentlicht in Ausgabe 08/2024 - TESTS

Splashtop verspricht ein Mittelding aus Fernsteuerung und echter Remote-Desktop-Erfahrung. Das Werkzeug gibt sich vielseitig, beherrscht moderne Sicherheitsfunktionen, läuft auf allen gängigen Betriebssystemen – egal ob stationär oder mobil – und geht wieselflink ans Werk. Für Kritik in unserem Test sorgte allerdings die recht zerfaserte Preisgestaltung samt der Tatsache, dass so manch wichtiges Feature nur in der Enterprise-Edition zur Verfügung steht.

Bei Wartungsarbeiten aus der Ferne ist die Möglichkeit, sich den entfernten Desktop als Fenster auf das eigene Display zu holen, meist schon die halbe Miete. Das bekannte TeamViewer ist ein Beispiel dafür, dass aus einer eigentlich recht simplen Idee ein Milliardengeschäft werden kann. Längst ist das Unternehmen daher nicht mehr allein am Markt.
Auch Splashtop richtet sich primär an den Einsatzzweck, das Display eines Computers woanders als auf dessen angeschlossenen Bildschirm darzustellen. Dabei hat die Software den Fokus allerdings weiter gefasst: Sie versteht sich als Mix aus Remote-Management-Tool für schnelle Hilfe und Quasi-Ersatz für VDI-Anwendungen.
Während der genutzte Desktop bei VDI rein virtuell ist, möchte Splashtop eine ähnliche Erfahrung im Zusammenspiel mit einem entfernten physischen Computer ermöglichen. Dies ist technisch nicht ganz trivial – denn damit ein kompletter PC aus der Ferne nutzbar wird, spielt vor allem die Performance eine Rolle. Hinzu kommen Themen wie die Sicherheit der genutzten Verbindung und die Steuerung des Zugriffs über Logins.
Bei Wartungsarbeiten aus der Ferne ist die Möglichkeit, sich den entfernten Desktop als Fenster auf das eigene Display zu holen, meist schon die halbe Miete. Das bekannte TeamViewer ist ein Beispiel dafür, dass aus einer eigentlich recht simplen Idee ein Milliardengeschäft werden kann. Längst ist das Unternehmen daher nicht mehr allein am Markt.
Auch Splashtop richtet sich primär an den Einsatzzweck, das Display eines Computers woanders als auf dessen angeschlossenen Bildschirm darzustellen. Dabei hat die Software den Fokus allerdings weiter gefasst: Sie versteht sich als Mix aus Remote-Management-Tool für schnelle Hilfe und Quasi-Ersatz für VDI-Anwendungen.
Während der genutzte Desktop bei VDI rein virtuell ist, möchte Splashtop eine ähnliche Erfahrung im Zusammenspiel mit einem entfernten physischen Computer ermöglichen. Dies ist technisch nicht ganz trivial – denn damit ein kompletter PC aus der Ferne nutzbar wird, spielt vor allem die Performance eine Rolle. Hinzu kommen Themen wie die Sicherheit der genutzten Verbindung und die Steuerung des Zugriffs über Logins.
Wer einen entfernten Computer bei der alltäglichen Arbeit nutzen will, braucht zudem eine tiefere Integration von Tastatur und Maus, Zwischenablage und diversen anderen Funktionen, als es bei einfachen Remote-Management-Produkten der Fall ist. Denn bei denen ist der übliche Einsatzzweck ja "nur" der kurze Login zur Lösung eines Problems, nicht die dauerhafte produktive Arbeit mit dem entfernten System.
Alles kein Problem, verspricht Splashtop: Dank des Werkzeugs sei die Nutzung eines entfernten Systems so angenehm wie die eines lokalen; im Vollbildmodus etwa seien Unterschiede kaum noch festzustellen. Grund genug, die Software genauer unter die Lupe zu nehmen.
Splashtop
Produkt
Software zur Remotewartung und -nutzung eines entfernten Computers.
Hersteller
Splashtop
Preis
Die Lizenz "Business Access Solo" kostet einen Euro pro Monat und bietet Grundfunktionalität; die Pro-Lizenz schlägt mit 7,50 Euro zu Buche und bietet Optionen wie die entfernte Anzeige eines externen Displays. Die Premium-Option kostet 11,25 monatlich und enthält erweiterte Features wie höhere Performance. Die Preise gelten jeweils bei jährlicher Zahlung, etwas anderes unterstützt Splashtop auch nicht.
Systemanforderungen
Für den Client: iOS ab 13, Android ab 4.0, Windows 7/8/10/11 (Vista, XP in älteren Versionen unterstützt), Server 2022, 2019, 2016, 2012, 2008 (2003 in älteren Versionen unterstützt), macOS ab 10.10, ein Linux-Client existiert nicht.
Für den Streamer: iOS/Android/Windows/macOS wie oben, Linux (Ubuntu 16.04/ 18.04, CentOS 7/8, RHEL 7.3-8.1, Fedora 33), 1.6 GHz sowie 1 GByte RAM unter Windows, Anforderungen bei anderen Betriebssystemen variieren.
Technische Daten
Funktionen über Editionen aufgesplittert
Bei der Beschäftigung mit Splashtop ist zunächst zu klären, um welches Produkt es eigentlich geht. Denn Splashtop ist streng genommen nur die übergeordnete Marke, also der Herstellername. In seinem Portfolio bewirbt dieser eine Reihe von verschiedenen Werkzeugen. Unter der Haube der jeweiligen Werkzeuge verbirgt sich dabei zwar in weiten Teilen dieselbe Technik, die Wahl des richtigen Produkts jedoch entscheidet darüber, welche Funktionen den Anwendern später zur Verfügung stehen.
Speziell an Supportteams richten sich "Splashtop SOS" und "Splashtop Remote Support". Die Features jener Werkzeuge kommen noch am ehestem dem klassischen Remote-Support-Tool nahe, bei dem es um einen kurzzeitigen, überwachten Fremdlogin auf einem System zur Beseitigung eines Problems geht. Wer volle Remotefunktionalität will, benötigt stattdessen "Splashtop Business Access", das deshalb auch der Proband in diesem Test ist. Für den professionellen Einsatz im Großkonzern ist schließlich die Enterprise-Variante konzipiert, die die Features der genannten Produkte vereint und später nochmal etwas ausführlicher zur Sprache kommt.
Ganz leicht macht der Anbieter es dem Nutzer aber auch bei Business-Access nicht. Denn Splashtop – und das ist einer der großen Kritikpunkte am Werkzeug –ist in drei Editionen aufgeteilt: "Solo", "Pro" und "Performance", die mit jeweils einem, 7,50 und 11,25 Euro netto pro Monat und Benutzer bei jährlicher Zahlweise zu Buche schlagen und sich im Funktionsumfang wesentlich unterscheiden. Insofern ist es wichtig zu wissen, welche der Editionen denn nun das jeweils diskutierte Feature enthält, um mit realistischen Angaben über die zu erwartenden Kosten zu arbeiten.
Bild 1: Splashtop bietet Remote-Management- und Remote-Desktop-Funktionen an und unterstützt dabei alle gängigen Betriebssysteme wie hier macOS und Windows.
Solo-Variante mit kurzer Featureliste
Bei der Solo-Variante etwa lässt Splashtop sich nur auf zwei Geräten parallel nutzen, also dem entfernten System sowie dem, von dem der Nutzer aus der Ferne zugreift. Wer mobile Geräte wie iOS-Smartphones oder Android-Tablets einbinden will, ist hier bereits aus dem Rennen und benötigt dafür zumindest die Pro-Edition mit zehn erlaubten Devices. Auch ansonsten sind die Grundfunktionen in der Solo-Variante übersichtlich. Immerhin: Ganz unabhängig von der genutzten Lizenz nutzt Splashtop Kompressions- und Verschlüsselungsalgorithmen, was die Nutzung sicher und zugleich angenehm flüssig macht. Sitzungen mit der Software sind zu jeder Zeit transportverschlüsselt.
Die Inbetriebnahme der Software fiel im Test nicht schwer: Es genügte, den Splashtop-Client von der Anbieter-Website oder aus dem jeweiligen App-Store zu installieren, fertig. Das Werkzeug steht dabei für Windows, macOS, Linux und alle gängigen mobilen Betriebssysteme zur Verfügung. Ebenfalls in der Solo-Variante enthalten ist die Möglichkeit, Dateien zwischen den Systemen auszutauschen sowie einen in der Ferne angeschlossenen Drucker zu verwenden. Über Sinn und Unsinn solcher Features lässt sich sicher streiten, denn sonderlich oft kommt es wohl eher nicht vor, dass der Nutzer im Büro drucken muss, während er selbst gar nicht vor Ort ist. Damit ist der basale Funktionsumfang von Splashtop Solo auch schon beschrieben.
Pro-Lizenz für betrieblichen Einsatz
Natürlich lässt sich trefflich darüber diskutieren, welche Funktionen bei einem Remote-Desktop- und Managementtool noch zu den grundlegenden Features gehören und für welche ein Aufpreis angebracht wäre. Splashtop interpretiert die Wunschliste der Features sehr zum eigenen Vorteil: Wer beispielsweise am Remote Desktop ein zweites Display angeschlossen hat, wie es gerade bei Laptops absoluter Standard sein dürfte, braucht schon die "Pro"-Variante, weil die Solo-Variante den Multi-Monitor-zu-Monitor-Modus nicht unterstützt.
Auch die eingebaute Chatfunktion steht erst in der Pro-Variante zur Verfügung, obgleich die meisten Beobachter diese vermutlich bei den Standardfunktionen einsortiert hätten. Gerade im Remote-Support-Kontext wichtig: Sessions lassen sich nur in der Pro-Edition aufzeichnen und später wiedergeben. Sollen zwei Supportagenten einen Fall betreuen, geht auch der parallele Login nur, wenn die Pro-Lizenz zur Verfügung steht. Die Solo-Variante ist damit zwar die günstigste, in ihrer Grundfunktionalität allerdings so stark eingeschränkt, dass sie für mehr als die einfache Anzeige eines einzelnen entfernten Bildschirms praktisch nicht zu gebrauchen ist.
Für die praktische Nutzung im betrieblichen Alltag bedarf es so der Pro-Version, wenn Splashtop mehr als ein schönes Gimmick sein soll. Deren Grundfunktionalität liegt auf Augenhöhe vergleichbarer anderer Angebote am Markt und die Nutzung schlägt mit guten 75 Euro netto pro Jahr nicht übermäßig zu Buche.
Bild 2: Wer mehrere Desktops des Clientsystems darstellen möchte, benötigt dafür zumindest die Pro-Edition von Splashtop.
Nützliche Funktionen für große Firmen
Dass gerade im Unternehmensumfeld Remote Desktop und Remote Management mehr Faktoren umfassen als die bloße Anzeige des entfernten Bildschirms, hat also auch Splashtop realisiert. Noch nicht erwähnt hat unser Test bis hierhin das einfache Konzept von Benutzerrollen und der Steuerung des Zugriffs über eine zentrale Verwaltung. Auch die Möglichkeiten, einen entfernten Rechner neu zu starten oder per Wake-on-LAN aufzuwecken, stehen nur mit der Pro-Lizenz zur Verfügung.
Und wer es auf noch spezifischere, Enterprise-lastige Funktionen abgesehen hat, dürfte nur mit der Performance-Edition wirklich glücklich werden. Die offeriert die Verwendung per Remote Stylus, viel wichtiger aber: Business Access Performance bietet die Möglichkeit, USB-Geräte vom Host an den Client durchzureichen. Das kann gerade bei Geräten mit Sicherheitsbezug wie zertifizierten Kartenlesern je nach Umgebung durchaus praktisch sein.
Auch das Mikrofon lässt sich vom Splashtop-Client zum Host durchschleifen, was die nahtlose Teilnahme an Videokonferenzen ermöglicht. Gerade in Unternehmen, die nicht auf Teams oder andere cloudbasierte Kollaborationstools setzen, sondern Videokonferenzen über Hardware im eigenen Netz abwickeln, ist das essenziell. Dazu passt, dass die Performance-Variante Audiotransfers in hoher Qualität ermöglicht. Obendrein sind YUV-4:4:4-Farbprofile mit der Performance-Variante anzeigbar, sodass sich zum Teil sogar die farbgetreue Video- oder Audiowiedergabe realisieren lässt.
SSO und lokaler Betrieb nur in Enterprise-Edition
Beim Remote Management und Remote-Desktop-Produkten spielt die Sicherheit eine zentrale Rolle. Gelänge es einem Angreifer, Zugriff auf die Splashtop-Verbindung zu bekommen, läge der Desktop des Zielsystems offen vor ihm, weil sogar im Betriebssystem selbst vorgesehene Sicherheitsfunktionen wie die Benutzeranmeldung schon überwunden wären – denn die führt der Benutzer ja durch, bevor er Splashtop überhaupt starten kann.
Ein ganzes Füllhorn verschiedener Sicherheitsfunktionen deckt Splashtop deshalb wie beschrieben schon in den Standardeditionen ab, etwa die bereits erwähnte komplette Transportverschlüsselung der Verbindungsdaten. Wer aber nicht gerade die Enterprise-Ausprägung des Tools benutzt – und das umfasst auch die Performance-Variante – muss verstehen, dass er es grundsätzlich mit einem cloudbasierten Dienst zu tun hat. Stets werden also die Daten, die die Software benötigt, über die Server des Anbieters geschleust.
Und damit nicht genug: Zentrale Funktionen, die im Unternehmenskontext heute als Standard gelten, unterstützt das Tool ebenfalls nicht in den drei Standardeditionen. Dazu gehört zuvorderst die Option eines Single-Sign-on, also die Nutzung eines bestehenden Verzeichnislogins, ebenso wie eine feingranulierte, detailliert steuerbare Zugriffs- und Berechtigungskontrolle beim Zugang zu einzelnen Computern. Auch die Zweifaktor-Authentifizierung spielt hier eine wichtige Rolle.
Die Standardpläne gehen hier eher grobschlächtig vor; die Pro- und Performance-Varianten bieten einfache Benutzerrollen an, aber mit starr definierten Regelwerken. Wer es wirklich dynamisch braucht, muss zur Enterprise-Edition greifen, für die der Anbieter keinen Preis auf der Website nennt. Auch die Möglichkeit, den Zugriff auf Splashtop über Allowlisten zu begrenzen oder aus der Ferne per API steuerbar zu machen, offeriert der Hersteller nur in der Enterprise-Variante.
So etwas wie der Heilige Grahl in Sachen Sicherheit ist die Möglichkeit, die Software nicht in der Cloud zu verwenden, sondern eine lokale Instanz des Diensts im eigenen Rechenzentrum zu betreiben. Die On-Prem-Option hat der Anbieter durchaus im Programm, und sie dürfte für streng regulierte Unternehmen wie jene unter der direkten Aufsicht des BSI oder der BaFin eine Grundvoraussetzung sein, um das Tool überhaupt nutzen zu dürfen. Denn dass solche Firmen ihre Daten über die Server des Anbieters leiten (dürfen), ist praktisch ausgeschlossen.
Auch hier gilt aber eben wieder: Es braucht die Enterprise-Lizenz. Während Splashtop in Summe also ein recht umfassendes Feature-Set und viel Funktionalität bietet, verstärkt sich der Eindruck, die günstigen Splashtop-Editionen seien nur Köder, um Interesse an der Enterprise-Subskription zu wecken. Ob diese Salamitaktik bei den potenziellen Kunden sonderlich beliebt ist, dürfte allerdings fraglich sein.
Was übrigens Zertifzierungen betrifft, spart Splashtop auf der eigenen Website nicht mit Buzzwords: DSGVO-Konformität gilt mittlerweile ja ohnehin als Standard, zusätzlich beansprucht die Software für sich, mit ISO 27001, SOC2 und CCPA konform zu sein. Obendrein bietet der Anbieter Unterstützung dabei an, wenn eine zusätzliche Zertifizierung im Kontext eines Unternehmens nötig ist, etwa HIPAA, FERPA oder PCI-DSS.
Bild 3: Wer nicht das Enterprise-Ticket löst und Splashtop on-premises ausrollt, nutzt dabei stets die Clouddienste des Anbieters.
Überzeugende Performance
Ein weiterer Aspekt in Sachen Benutzbarkeit von Remote-Management- und Remote-Desktop-Werkzeugen ist die verfügbare Performance. Wer sich schon einmal mit älteren Varianten wie VNC herumgeschlagen hat, um sich Zugriff auf den Desktop eines Macs zu verschaffen, kennt das Problem: Selbst bei dicker Netzwerkverbindung, etwa lokal im LAN, kommen von den gestochen scharfen 4K-Inhalten des Macs auf dem anderen System nur Artefakte an. Gerade VNC hat oft das Problem, dass es für die farb- und detailintensiven Desktops der Gegenwart nicht konzipiert ist.
Kommerzielle Produkte wie Splashtop haben aber naturgemäß ein Interesse daran, deutlich bessere Performance bei besserer und flüssigerer Darstellung zu liefern. Und diesem eigenen Anspruch wird der Anbieter meistens gerecht, zumindest wenn die zugrundeliegende Internetverbindung einigermaßen performant ist. Hier spielt gar nicht so sehr der Durchsatz eine Rolle, sondern eher die Latenz.
Extrem langsame Verbindungen, die etwa durch mehrere VPN-Tunnel hindurch bis zum Ziel müssen, stellen für Remote-Desktop-Tools eine große Herausforderung dar. Splashtop begegnet dem Problem mit einer Vielzahl kleiner Maßnahmen. So komprimiert es die Inhalte in Echtzeit, bevor sie über den Äther gehen, was zwar minimale Verzögerungen bei der Latenz impliziert, dafür auf langsamen Leitungen aber auch deutlich besser funktioniert. Im praktischen Test waren die Verzögerungen ohnehin nicht zu bemerken.
Selbst durch ein IPsec oder OpenVPN hindurch ließen sich geteilte Desktops gut und flüssig nutzen. Das galt selbst für den absoluten Härtetest, nämlich den entfernten Zugriff auf einen Mac mit angeschlossenem 4K-Display. Hier hatte die Pro-Variante keine Schwierigkeiten, beide Bildschirme im Fenster auf dem Remote-System flüssig darzustellen. Die parallele Teilnahme an einer 4K-Konferenz sorgte zwar für gelegentliches Ruckeln. Dieses war aber spätestens ab dem Zeitpunkt des Updates auf die Performance-Lizenz ebenfalls nicht mehr zu merken. Hier war die Teilnahme an einer 4k-Videokonferenz flüssig möglich, selbst bei optimalen Bild- und Toneinstellungen.
Angemerkt sei, dass die Tests hinter einer Glasfaseranbindung mit 1000 MBit/s im Downstream und 250 MBit/s im Upstream stattgefunden haben; der Client hing zu Testzwecken hinter einem 5G-Modem im Netz der Telekom. Die Latenz, die bei 5G naturgemäß etwas höher ist als bei Glasfaser, war bei der Nutzung praktisch aber nicht zu bemerken. Weniger dicke Anbindungen haben hier möglicherweise mehr Schwierigkeiten, was Splashtop dann aber kaum anzulasten wäre. Hat das Tool eine Leitung mit hoher Bandbreite und geringer Latenz zur Verfügung, nutzt es diese sehr gut aus.
Fazit
Splashtop präsentiert sich als eine fähige und flotte Software für Remote-Desktop- und Remote-Management-Aufgaben und auf der Höhe der Zeit. Wer knappe 12 Euro pro Monat erübrigen kann, bekommt eine Art Rundum-glücklich-Paket für den privaten und semiprofessionellen Einsatz, das den Anforderungen von kleineren Unternehmen ohne Zweifel gewachsen ist.
Wer die Software in einer größeren Umgebung verwenden möchte, wird vermutlich auf die Enterprise-Variante in der On-Premises-Version zurückgreifen wollen. Die bietet dann nicht nur alle Security- und Compliance-Features, die im Corporate-Kontext nötig sind, sondern ermöglicht eben auch die On-Premises-Installation.
Große Böcke schoss Slashtop im Test nicht. Ganz gleich ob mit Windows, macOS, Linux, iOS oder Android konfrontiert: Stets war es möglich, das jeweilige Zielgerät vom Ausgangsgerät aus zu nutzen und fernzusteuern. Die Qualität der Darstellung und die Geschwindigkeit wussten dabei zu überzeugen.
(ln)
So urteilt IT-Administrator
Remote-Desktop-Funktionen
6
Erweiterte Features
8
Sicherheit
7
Compliance
7
Performance
8
Die Details unserer Testmethodik finden Sie unter https://www.it-administrator.de/testmethodik/