ADMIN

2025

01

2024-12-30T12:00:00

Automatisierung

EDITORIAL

003

Editorial

Keine Daten, keine Automatisierung

Vorwort zur Ausgabe

Redaktion IT-Administrator

Veröffentlicht in Ausgabe 01/2025 - EDITORIAL

Als Tesla Mitte Oktober mit Optimus einen äußerst kompetenten humanoiden Roboter präsentierte, staunten die Welt und auch ich Bauklötze. Doch dass eine derartig vielseitige Automatisierung schon 2024 das Licht der Welt erblickt haben sollte, erwies sich schnell als Trugschluss und pure Inszenierung. Denn Optimus erledigte seine Bartender-Dienste und seinen Small Talk dank menschlicher Unterstützung. Manch einer mag sich gefragt haben, was der Sinn hinter einer solchen PR-wirksamen Täuschung gewesen sei, doch ein Blick hinter die Kulissen des Musk-Imperiums zeigt schnell, dass derlei eher die Regel denn die Ausnahme ist: Teslas Model 3 erfreut sich in China – anders als hierzulande – bedingungsloser Subventionen und flutet dann billig die weltweiten Märkte. Und SpaceX fliegt eigentlich auch nur, weil der US-Bürger mit seinen Steuern dafür kräftig in die Tasche greift.
Doch nicht nur die Optimus-Präsentation, sondern auch die angekündigte Marktverfügbarkeit könnte nichts als heiße Luft gewesen sein. Dieser Punkt wird uns gleich – vielleicht zur Überraschung vieler Leser – zum Schwerpunkt dieser Ausgabe bringen, der Automatisierung. Denn dass Optimus in nur zwei Jahren für die Allgemeinheit als Haushaltshilfe zur Verfügung steht, dürfte zumindest milde anzuzweifeln sein. Schließlich berichten KI- und Robotik-Experten zunehmend davon, dass es keine ausreichende Datenbasis gebe, um Roboter auf die reale Welt zu trainieren. Dazu eignen sich weder Videos noch Text – diesen Daten fehlt das Haptische. Auch virtuelle 3D-Räume können nicht in ausreichendem Maße einen Eindruck der physischen Welt vermitteln. Ein autonomer Roboter wie Optimus wird schlicht und ergreifend wegen einer schlechten Datenlage eher nicht in zwei Jahren in unseren Wohnungen für Ordnung sorgen.
Auch die IT-Automatisierung kann zu einer scheinbar magischen Inszenierung werden, wenn Serverlandschaften aus wenigen Zeilen Code entstehen. Doch wehe, die Datenbasis ist nicht in Ordnung! Hat der IT-Verantwortliche in seinem PowerShell-Skript nämlich eine Maschine oder ein Netzsegment nicht erfasst, wird aus Zauberei schnell ein Fluch. Bevor Sie also mit spannenden Werkzeugen wie Stackstorm (Seite 70) oder Rudder (Seite 60) loslegen, stellen Sie sicher, dass die Datenbasis passt und Sie keine Luftschlösser bauen.
Als Tesla Mitte Oktober mit Optimus einen äußerst kompetenten humanoiden Roboter präsentierte, staunten die Welt und auch ich Bauklötze. Doch dass eine derartig vielseitige Automatisierung schon 2024 das Licht der Welt erblickt haben sollte, erwies sich schnell als Trugschluss und pure Inszenierung. Denn Optimus erledigte seine Bartender-Dienste und seinen Small Talk dank menschlicher Unterstützung. Manch einer mag sich gefragt haben, was der Sinn hinter einer solchen PR-wirksamen Täuschung gewesen sei, doch ein Blick hinter die Kulissen des Musk-Imperiums zeigt schnell, dass derlei eher die Regel denn die Ausnahme ist: Teslas Model 3 erfreut sich in China – anders als hierzulande – bedingungsloser Subventionen und flutet dann billig die weltweiten Märkte. Und SpaceX fliegt eigentlich auch nur, weil der US-Bürger mit seinen Steuern dafür kräftig in die Tasche greift.
Doch nicht nur die Optimus-Präsentation, sondern auch die angekündigte Marktverfügbarkeit könnte nichts als heiße Luft gewesen sein. Dieser Punkt wird uns gleich – vielleicht zur Überraschung vieler Leser – zum Schwerpunkt dieser Ausgabe bringen, der Automatisierung. Denn dass Optimus in nur zwei Jahren für die Allgemeinheit als Haushaltshilfe zur Verfügung steht, dürfte zumindest milde anzuzweifeln sein. Schließlich berichten KI- und Robotik-Experten zunehmend davon, dass es keine ausreichende Datenbasis gebe, um Roboter auf die reale Welt zu trainieren. Dazu eignen sich weder Videos noch Text – diesen Daten fehlt das Haptische. Auch virtuelle 3D-Räume können nicht in ausreichendem Maße einen Eindruck der physischen Welt vermitteln. Ein autonomer Roboter wie Optimus wird schlicht und ergreifend wegen einer schlechten Datenlage eher nicht in zwei Jahren in unseren Wohnungen für Ordnung sorgen.
Auch die IT-Automatisierung kann zu einer scheinbar magischen Inszenierung werden, wenn Serverlandschaften aus wenigen Zeilen Code entstehen. Doch wehe, die Datenbasis ist nicht in Ordnung! Hat der IT-Verantwortliche in seinem PowerShell-Skript nämlich eine Maschine oder ein Netzsegment nicht erfasst, wird aus Zauberei schnell ein Fluch. Bevor Sie also mit spannenden Werkzeugen wie Stackstorm (Seite 70) oder Rudder (Seite 60) loslegen, stellen Sie sicher, dass die Datenbasis passt und Sie keine Luftschlösser bauen.
Viel Spaß beim Richtigmachen wünscht
John Pardey
Chefredakteur
PS: Wir möchten uns bei unseren Abonnenten für die zuletzt stark verzögerte Zustellung des IT-Administrator entschuldigen. Dies ist Prozessen geschuldet, die außerhalb unseres Einflusses liegen, dennoch arbeiten wir mit Hochdruck und der Post daran, dass Sie künftig unser Magazin wieder pünktlich erhalten.