Viele E-Mails sind durch etliche Zitate oder lange Signaturen nur mit Mühe zu lesen. Für User, die einen textbasierten Mailclient verwenden und Nachrichten effizienter bearbeiten möchten, stellt der Open-Source-Tipp in diesem Monat das Tool t-prot vor. Es hilft dabei, sich auf das Wesentliche in E-Mails zu konzentrieren.
Der Name t-prot steht für "TOFU Protection". Mit TOFU [1] ist der Zitierstil in E-Mails gemeint, bei dem der neu geschriebene Text am Anfang einer E-Mail steht und der Rest der E-Mail, inklusive sämtlicher Signaturen, als Zitat weiterhin mitversendet wird: Text Oben, Fullquote Unten. Diese Art von Nachrichtenstruktur führt oft zu übermäßig langen und schwer verständlichen E-Mails. Das Ziel von t-prot ist es, solche Inhalte automatisch zu filtern, um die Lesbarkeit von Textmails wieder zu verbessern. Ursprünglich entwickelt für Unix-ähnliche Systeme, kommt das in Perl geschriebene Tool häufig in Kombination mit textbasierten Mailclients zum Einsatz, wie beispielsweise NeoMutt.
Was leistet t-prot
Eines der Hauptmerkmale von t-prot ist das Reduzieren, Ausblenden oder das vollständige Entfernen überflüssiger Zitate, Textwiederholungen und anderer Textelemente, die den Lesefluss einer Nachricht stören. Besonders bei langen E-Mail-Diskussionen sorgt dies für eine deutlich übersichtlichere Darstellung der eigentlichen Nachricht. Inwieweit das Tool den Inhalt einer E-Mail verändert, können Sie über eine Vielzahl an unterschiedlichen Konfigurationsoptionen selbst bestimmen.
So lassen sich beispielsweise Signaturen von bestimmten Mailinglisten komplett ausblenden, oder aber von regulären E-Mails, wenn die Signatur eine bestimmte Anzahl an Zeilen überschreitet. Überlange Zitate zeigt t-prot standardmäßig als eingeklappten Textbereich an, den Sie bei Bedarf ausklappen können. Auch anderer Verfehlungen der E-Mail-Netiquette [2] nimmt sich t-prot an. Enthält eine Nachricht beispielsweise übermäßig viele Leerzeichen oder kommt ein bestimmtes Zeichen wie etwa das Ausrufe- oder Fragezeichen zu oft hintereinander zum Einsatz, kann t-prot diese Unsitte erträglicher gestalten, indem es die Anzahl dieser Zeichen reduziert.
Der Name t-prot steht für "TOFU Protection". Mit TOFU [1] ist der Zitierstil in E-Mails gemeint, bei dem der neu geschriebene Text am Anfang einer E-Mail steht und der Rest der E-Mail, inklusive sämtlicher Signaturen, als Zitat weiterhin mitversendet wird: Text Oben, Fullquote Unten. Diese Art von Nachrichtenstruktur führt oft zu übermäßig langen und schwer verständlichen E-Mails. Das Ziel von t-prot ist es, solche Inhalte automatisch zu filtern, um die Lesbarkeit von Textmails wieder zu verbessern. Ursprünglich entwickelt für Unix-ähnliche Systeme, kommt das in Perl geschriebene Tool häufig in Kombination mit textbasierten Mailclients zum Einsatz, wie beispielsweise NeoMutt.
Was leistet t-prot
Eines der Hauptmerkmale von t-prot ist das Reduzieren, Ausblenden oder das vollständige Entfernen überflüssiger Zitate, Textwiederholungen und anderer Textelemente, die den Lesefluss einer Nachricht stören. Besonders bei langen E-Mail-Diskussionen sorgt dies für eine deutlich übersichtlichere Darstellung der eigentlichen Nachricht. Inwieweit das Tool den Inhalt einer E-Mail verändert, können Sie über eine Vielzahl an unterschiedlichen Konfigurationsoptionen selbst bestimmen.
So lassen sich beispielsweise Signaturen von bestimmten Mailinglisten komplett ausblenden, oder aber von regulären E-Mails, wenn die Signatur eine bestimmte Anzahl an Zeilen überschreitet. Überlange Zitate zeigt t-prot standardmäßig als eingeklappten Textbereich an, den Sie bei Bedarf ausklappen können. Auch anderer Verfehlungen der E-Mail-Netiquette [2] nimmt sich t-prot an. Enthält eine Nachricht beispielsweise übermäßig viele Leerzeichen oder kommt ein bestimmtes Zeichen wie etwa das Ausrufe- oder Fragezeichen zu oft hintereinander zum Einsatz, kann t-prot diese Unsitte erträglicher gestalten, indem es die Anzahl dieser Zeichen reduziert.
Listing 1: Beispielkonfiguration für t-prot
# Konfiguration von t-prot für den NeoMutt-Mail-User-Agent (~/.mutt/t-prot.rc):
Der Screenshot zeigt Ihnen, wie der Einsatz von t-prot in der Praxis aussieht. Bei der im Bild dargestellten E-Mail handelt es sich um eine TOFU-Nachricht, die zu allem Überfluss auch noch eine sehr lange Signatur enthält. Als Mail-User-Agent (MUA) kommt NeoMutt zum Einsatz und t-prot ist hier mit den Standardeinstellungen aktiviert. Dies führt dazu, dass NeoMutt sowohl das Zitat als auch die Signatur einklappt und darauf hinweist, wie viele Zeilen aus der ursprünglichen Nachricht nun ausgeblendet sind: immerhin 35 Zeilen, wobei der eigentliche Inhalt der E-Mail lediglich sechs Zeilen umfasst.
Möchten Sie sich trotzdem die aktuell ausgeblendeten Zeilen anzeigen lassen, können Sie in der Konfiguration des Mailprogramms hierfür ein Makro definieren, um t-prot zu deaktivieren beziehungsweise auch wieder zu aktivieren. Der Autor selbst verwendet hierfür die beiden Tastenkombinationen "ESC + 0" und "ESC + 1".
In der E-Mail blendet t-prot sowohl das überlange Zitat als auch die Signatur aus.
Konfiguration mit NeoMutt
Wer NeoMutt [3] oder Mutt verwendet, findet in Listing 1 eine beispielhafte Konfiguration für t-prot. An dieser Stelle sind auch die zuvor erwähnten Makros zum Aktivieren und Deaktivieren von t-prot definiert. Die Konfiguration lesen Sie aus der eigentlichen Konfigurationsdatei "~/.muttrc" ganz einfach mit der Source-Anweisung
source ~/.mutt/t-prot.rc ein.
Installation unter Linux und macOS
Zuerst steht aber natürlich die Installation des Tools an. Unter Linux können Sie die Software ganz bequem aus dem Standard-Repository der Distribution heraus installieren. Unter Fedora funktioniert dies beispielsweise über "dnf" mittels dnf install t-prot. Der Paketmanager kümmert sich dann selbstständig um das Auflösen sämtlicher Abhängigkeiten und installiert diese gegebenenfalls.
Wer das Tool unter macOS installieren möchte, muss leider etwas mehr Aufwand betreiben. Grund dafür ist, dass t-prot schon seit einigen Jahren nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird und sich somit auch nicht mehr über den macOS-eigenen Paketmanager "brew" installieren lässt. Insofern bleibt macOS-Benutzern lediglich die Möglichkeit, das t-prot-GitHub-Repository zu klonen und die Hilfeseite sowie das eigentliche Perl-Skript in die entsprechenden Verzeichnisse auf dem System zu kopieren:
git clone https://github.com/kdave/ t-prot.git
cd t-prot/
cp t-prot /usr/local/bin/
cp t-prot.1 /usr/local/share/man/man1/
Das Skript benötigt das Perl-Modul "Locale-gettext", das jedoch nicht Teil der macOS-Perl-Bibliothek ist. Insofern müssen Sie dieses zuerst manuell kompilieren und anschließend auf dem System installieren. Der komplette Vorgang ist in Listing 2 dargestellt. Damit dies funktioniert, installieren Sie im ersten Schritt das GNU-Tool "gettext" über "brew" per brew install gettext. Für den Compile-Vorgang sind noch einige Variablen manuell an das System anzupassen, um somit die Einstellungen aus dem Makefile zu überschreiben. Diese verweisen auf die Bibliotheken des soeben installierten gettext-Tools. Perl benötigt diese, um das Modul korrekt zu übersetzen.
Listing 2: Locale-gettext installieren
# Unter macOS müssen Sie das Perl-Modul Locale-gettext manuell installieren:
Vor dem Aufruf von make install können Sie mittels des Perl-Tools "prove" verifizieren, ob der komplette Übersetzungsvorgang des Moduls erfolgreich war (Listing 3). Hat alles geklappt, lässt sich t-prot nun auch ohne Probleme unter macOS in Ihrem textbasierten Mailclient einbinden.
Listing 3: Übersetzungsvorgang prüfen
# Mit dem Tool prove überprüfen Sie, ob der Übersetzungsvorgang des Perl-Moduls erfolgreich war:
Das Tool t-prot kümmert sich darum, dass E-Mails wieder leserlich werden, indem es ellenlange Zitate und überlange Signaturen ausblendet. Dank einer Vielzahl an Optionen können Sie weitere Einstellungen vornehmen. Hier bietet sich ein Blick in die Hilfeseite des Tools an. Leider wird t-prot schon seit einiger Zeit nicht aktiv weiterentwickelt, aber vielleicht findet sich ja unter der Leserschaft jemand, der diese Aufgabe übernehmen möchte.