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2025

04

2025-03-29T12:00:00

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Interview

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»Hybride Teams haben oft keinen vollständigen Überblick über laufende Projekte«

Redaktion IT-Administrator

Veröffentlicht in Ausgabe 04/2025 - AKTUELL

Teams arbeiten selten zentral und jederzeit vor Ort. Umso wichtiger sind Werkzeuge, die bei gemeinsamen Projekten und der alltäglichen Kommunikation unterstützen. Warum auch hier künstliche Intelligenz helfen kann und welche Rolle Transparenz und Automatisierung spielen, haben wir mit Daniel Lereya, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei monday.com, einer cloudbasierten Plattform für Work-Management, besprochen.

IT-Administrator: Welche Trends sehen Sie aktuell im Bereich der Zusammenarbeit in Unternehmen, insbesondere in hybriden oder vollständig remote arbeitenden Teams?
Daniel Lereya: Mit dem Wachstum von Unternehmen steigt die Komplexität der Arbeit. Prozesse erstrecken sich über verschiedene Teams, Standorte und Zeitzonen hinweg. Firmen benötigen die richtigen Werkzeuge, um Arbeit effizient zu verwalten. Wer versucht, dies mit einer Vielzahl digitaler Tools zu bewältigen, verliert oft den Überblick: Teams arbeiten isoliert statt in einem zentralisierten System. Deshalb beobachten wir einen Trend hin zu einheitlichen Plattformen, die Arbeitsabläufe zentralisieren und eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Remote- und hybriden Teams ermöglichen.
Welche Herausforderungen begegnen Organisationen Ihrer Erfahrung nach am häufigsten, wenn es um die Verbesserung der teamübergreifenden Zusammenarbeit geht?
IT-Administrator: Welche Trends sehen Sie aktuell im Bereich der Zusammenarbeit in Unternehmen, insbesondere in hybriden oder vollständig remote arbeitenden Teams?
Daniel Lereya: Mit dem Wachstum von Unternehmen steigt die Komplexität der Arbeit. Prozesse erstrecken sich über verschiedene Teams, Standorte und Zeitzonen hinweg. Firmen benötigen die richtigen Werkzeuge, um Arbeit effizient zu verwalten. Wer versucht, dies mit einer Vielzahl digitaler Tools zu bewältigen, verliert oft den Überblick: Teams arbeiten isoliert statt in einem zentralisierten System. Deshalb beobachten wir einen Trend hin zu einheitlichen Plattformen, die Arbeitsabläufe zentralisieren und eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Remote- und hybriden Teams ermöglichen.
Welche Herausforderungen begegnen Organisationen Ihrer Erfahrung nach am häufigsten, wenn es um die Verbesserung der teamübergreifenden Zusammenarbeit geht?
Eine der größten Herausforderungen ist die Überwindung von Silos. Besonders hybride Teams haben oft keinen vollständigen Überblick zu laufenden Projekten und somit Schwierigkeiten, Fortschritte zu verfolgen und die Zusammenarbeit optimal zu koordinieren. Ein weiteres Problem ist die nahtlose Integration von KI und Automatisierung in bestehende Workflows. Wenn Mitarbeitende KI-gestützte Prozesse als zu kompliziert oder unzuverlässig empfinden, werden sie diese nur geringfügig akzeptieren. Auch die Skalierbarkeit ist ein entscheidender Faktor. Kollaborationstools müssen flexibel genug sein, um das Wachstum eines Unternehmens zu unterstützen, dürfen dabei aber nicht an Benutzerfreundlichkeit verlieren. Zu starre Systeme bergen das Risiko, zusätzliche Komplexität zu schaffen, anstatt die Zusammenarbeit zu erleichtern.
Wie beeinflussen technologische Innovationen wie Automatisierungen oder KI-gestützte Tools die Art und Weise, wie Teams zusammenarbeiten?
Automatisierung und KI verändern die Art der Zusammenarbeit grundlegend. Automatisierte Routinetätigkeiten wie Berichterstattung, Terminplanung oder Genehmigungen ermöglichen, dass Teams sich stärker auf strategische Aufgaben konzentrieren können. Doch KI geht über die reine Prozessoptimierung hinaus. Sie kann große Mengen an Daten analysieren und entscheidende Geschäftseinblicke liefern, die Menschen möglicherweise übersehen hätten. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen kann KI ein entscheidender Multiplikator sein: Sie ermöglicht ihnen, mit minimalem Ressourceneinsatz effizient zu skalieren. Doch KI ist immer nur so gut wie die Plattform, in die sie eingebettet ist. Sie muss einen echten geschäftlichen Mehrwert bieten. Wird KI in bestehende Systeme integriert, kann sie Arbeitsabläufe kontinuierlich analysieren und Optimierungsvorschläge machen.
»Besonders für KMU kann KI ein entscheidender Multiplikator sein«
Wie wichtig ist die Anpassungsfähigkeit von Collaboration-Tools an die individuellen Bedürfnisse von Firmen – insbesondere im Mittelstand? Und wie gehen Sie mit diesem Thema um?
Anpassungsfähigkeit ist entscheidend, insbesondere für KMU, die effiziente Zusammenarbeit benötigen, aber nicht mit komplexen Unternehmenslösungen überfordert werden möchten. Anpassbare Plattformen helfen Unternehmen, ihre Workflows individuell zu gestalten, ohne dass technisches Fachwissen erforderlich ist. No-Code- und Low-Code-Anwendungen ermöglichen es beispielsweise, Prozesse einfach zu justieren, Automatisierungen einzurichten und bestehende Systeme nahtlos zu integrieren, selbst ohne Programmierkenntnisse. Ebenso wichtig ist eine reibungslose Integration.
Welche Rolle spielen Transparenz und Sicherheit in der Zusammenarbeit, und wie können Unternehmen sicherstellen, dass sie beides fördern, ohne ihre Prozesse zu überfrachten?
Transparenz und Sicherheit müssen Hand in Hand gehen. Teams benötigen klare Einblicke in Projekte und Zuständigkeiten, aber gleichzeitig muss der Schutz sensibler Daten gewährleistet sein. Rollenbasierte Zugriffsrechte etwa stellen sicher, dass Mitarbeiter nur auf relevante Daten zugreifen können, während Audit-Trails Änderungen nachverfolgen. KI-gestützte Sicherheitsmaßnahmen erkennen zudem Anomalien und verhindern unbefugten Zugriff, ohne den Arbeitsfluss zu beeinträchtigen. Die Herausforderung besteht darin, diese Sicherheitsvorkehrungen so zu implementieren, dass sie keine zusätzliche Komplexität verursachen. Sie sollten nahtlos in den Arbeitsalltag integriert sein, anstatt als Hindernis wahrgenommen zu werden.
Wir danken für das Gespräch!
Daniel Lereya, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei monday.com