"Künstliche neuronale Netze" und "Informationssicherheit und Datenschutz"
Veröffentlicht in Ausgabe 08/2025 - RUBRIKEN
Wer als IT-Profi nicht nur KI-Tools bedienen, sondern verstehen will, was unter der Haube passiert, findet im Buch von Daniel Scholz eine fundierte Einführung in das Innenleben neuronaler Netze. Die Inhalte reichen von biologisch inspirierten Grundlagen über Feedforward-Architekturen und Lernverfahren wie Backpropagation bis zu aktuellen Deep-Learning-Konzepten. Wer neuronale Netze nicht nur einsetzen, sondern auch selbst trainieren oder anpassen möchte – etwa für Logfile-Analysen oder Security-Orchestrierung – findet hier die nötige theoretische Tiefe. So erklärt der Autor Aufbau und Funktionsweise moderner Ansätze wie Faltungsnetze (CNN), Rekurrente Netze (RNN) und Autoencoder grundlegend, was bei der Auswahl oder Bewertung von Frameworks wie TensorFlow oder PyTorch relevant ist.
Trainingsverfahren werden mathematisch sauber, aber nachvollziehbar hergeleitet – Begriffe wie Gradientenabstieg, Fehlerfunktionen, Overfitting oder Dropout verlieren ihren Schrecken. Auch Rechen- und Hardwareaspekte kommen nicht zu kurz: Die Anforderungen an GPU-basierte Trainingsinfrastrukturen werden thematisiert, ein wichtiger Punkt für Admins, die Trainingsumgebungen betreiben oder Virtualisierungsplattformen für KI-Workloads bereitstellen. Die Leser erwartet eine kohärente Struktur, inhaltliche Tiefe und eine gute Balance zwischen mathematischer Strenge und Verständlichkeit. Allerdings richtet sich das Werk primär an Studenten, Entwickler und forschungsnahe Professionals – die Praxisbeispiele sind entsprechend akademisch geprägt. Admins, die vor allem an konkreten Use-Cases oder fertigen Toolchains interessiert sind, finden weniger direkt verwertbare Rezepte.
Fazit
"Künstliche neuronale Netze" ist ein anspruchsvolles, fundiertes Lehrbuch, das technikaffinen Lesern den Einstieg in die KI-Welt auf Hochschulniveau ermöglicht. Wer bereit ist, sich durch Formeln und Konzepte zu arbeiten, gewinnt ein fundiertes Verständnis für moderne KI-Systeme und kann deren Implementierung sowie Einsatz im Unternehmen souverän begleiten.
Wer als IT-Profi nicht nur KI-Tools bedienen, sondern verstehen will, was unter der Haube passiert, findet im Buch von Daniel Scholz eine fundierte Einführung in das Innenleben neuronaler Netze. Die Inhalte reichen von biologisch inspirierten Grundlagen über Feedforward-Architekturen und Lernverfahren wie Backpropagation bis zu aktuellen Deep-Learning-Konzepten. Wer neuronale Netze nicht nur einsetzen, sondern auch selbst trainieren oder anpassen möchte – etwa für Logfile-Analysen oder Security-Orchestrierung – findet hier die nötige theoretische Tiefe. So erklärt der Autor Aufbau und Funktionsweise moderner Ansätze wie Faltungsnetze (CNN), Rekurrente Netze (RNN) und Autoencoder grundlegend, was bei der Auswahl oder Bewertung von Frameworks wie TensorFlow oder PyTorch relevant ist.
Trainingsverfahren werden mathematisch sauber, aber nachvollziehbar hergeleitet – Begriffe wie Gradientenabstieg, Fehlerfunktionen, Overfitting oder Dropout verlieren ihren Schrecken. Auch Rechen- und Hardwareaspekte kommen nicht zu kurz: Die Anforderungen an GPU-basierte Trainingsinfrastrukturen werden thematisiert, ein wichtiger Punkt für Admins, die Trainingsumgebungen betreiben oder Virtualisierungsplattformen für KI-Workloads bereitstellen. Die Leser erwartet eine kohärente Struktur, inhaltliche Tiefe und eine gute Balance zwischen mathematischer Strenge und Verständlichkeit. Allerdings richtet sich das Werk primär an Studenten, Entwickler und forschungsnahe Professionals – die Praxisbeispiele sind entsprechend akademisch geprägt. Admins, die vor allem an konkreten Use-Cases oder fertigen Toolchains interessiert sind, finden weniger direkt verwertbare Rezepte.
Fazit
"Künstliche neuronale Netze" ist ein anspruchsvolles, fundiertes Lehrbuch, das technikaffinen Lesern den Einstieg in die KI-Welt auf Hochschulniveau ermöglicht. Wer bereit ist, sich durch Formeln und Konzepte zu arbeiten, gewinnt ein fundiertes Verständnis für moderne KI-Systeme und kann deren Implementierung sowie Einsatz im Unternehmen souverän begleiten.
Daniel Richey
Titel
Künstliche neuronale Netze
Autor
Daniel Scholz
Verlag
Carl Hanser
Seiten
132
Preis
34,99 Euro
ISBN
978-3446484023
Inge Hanschkes "Informationssicherheit und Datenschutz" bietet eine praxisorientierte Anleitung zum Aufbau eines integrierten Datenschutz- und Informationssicherheits-Managementsystems. Die zweite Auflage richtet sich an IT-Leitungen, Sicherheits- und Datenschutzbeauftragte sowie Systemadministratoren und überführt regulatorische Anforderungen wie ISO 27001, BSI IT-Grundschutz und DSGVO in handhabbares Instrumentarium. Die Autorin analysiert zunächst aktuelle Herausforderungen – von steigenden Cyberbedrohungen über verschärfte Regulierung (NIS2) bis zur Bedeutung angemessener Schutzmaßnahmen für digitale Geschäftsmodelle.
Anschließend beschreibt Hanschke systematisch die Bestandteile eines integrierten Managementsystems: strategische Verankerung, Sicherheitsorganisation, Schutzbedarfsfeststellung, Audits und kontinuierliche Verbesserung. Hilfreich ist dabei der Schritt-für-Schritt-Leitfaden zur ISMS-Umsetzung, ergänzt durch umfangreiche Best Practices zu Schutzbedarfsanalysen, Risikobewertungen, Notfallmanagement und Reporting. Hanschke verzahnt konsequent technische und organisatorische Perspektiven und zeigt, wie ein vollständiges Asset-Register sowie die Integration mit Enterprise Architecture Management und Configuration Management Database die ISMS-Wirksamkeit erhöhen. Dabei überzeugt das Buch durch eine klare Sprache, praxisnahe Beispiele und hilfreiche Checklisten. Es richtet sich explizit an Praktiker, die ein ISMS nicht nur dokumentieren, sondern tatsächlich implementieren wollen.
Fazit
Mit "Informationssicherheit und Datenschutz" ist Inge Hanschke ein empfehlenswertes Fachbuch gelungen. Sie liefert sowohl ein solides Fundament als auch ein direkt nutzbares Arbeitsbuch für die IT-Praxis. Aktuelle Konzepte wie Zero Trust oder cloudnative Security finden sich jedoch nicht explizit wieder. Für Organisationen mit modernen, hybriden Infrastrukturen dürfte daher eine ergänzende Lektüre sinnvoll sein.