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2025

09

2025-08-28T12:00:00

Storage-Management

AKTUELL

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Storage

Datenmanagement

Interview

Interview

»In fünf Jahren werden Speichersysteme weitgehend hardwareunabhängig sein«

Redaktion IT-Administrator

Veröffentlicht in Ausgabe 09/2025 - AKTUELL

Irgendwo müssen die Daten ja liegen – diese alte Admin-Weisheit macht deutlich, dass der Blick beim Thema Storage seit jeher stark auf die Hardware gerichtet ist. Dass sich dies jedoch mehr und mehr ändert und die Speichersoftware eine immer größere Rolle einnimmt, betont Holger Weilke, Director Solutions Architect bei DataCore.

IT-Administrator: Herr Weilke, was ist beim Thema Storage und dessen Management heute einfacher als vor fünf Jahren – oder ist doch alles komplexer geworden?
: Ich würde sagen, beides ist richtig. Einfacher geworden ist es zum Beispiel, Backupspeicher anzuschließen, der Schutz gegen Manipulation von Daten, etwa eine Ransomware-Attacke, bietet. Eine deutliche Komplexitätssteigerung haben wir natürlich im Laufe der letzten Jahre durch die stetig anwachsende Datenmenge. Um diese überhaupt noch managen zu können, ist eine Verteilung der Daten auf den jeweilig optimalen Speicher unerlässlich. Dazu gibt es einige vielversprechende softwarebasierte Ansätze. Die Integration des Speichers und der Verwaltung, speziell in einer hyperkonvergenten Infrastruktur oder HCI, ist sehr einfach geworden aus Sicht des Nutzers. Im Hintergrund gibt es jedoch teilweise vielfältige, komplexe Abhängigkeiten.
Auf was sollten besonders kleinere Mittelständler, die im Bereich Personal, Know-how und Kosten nicht mit den großen Unternehmen mithalten können, schon bei der Planung ihrer Speicherumgebung achten?
IT-Administrator: Herr Weilke, was ist beim Thema Storage und dessen Management heute einfacher als vor fünf Jahren – oder ist doch alles komplexer geworden?
: Ich würde sagen, beides ist richtig. Einfacher geworden ist es zum Beispiel, Backupspeicher anzuschließen, der Schutz gegen Manipulation von Daten, etwa eine Ransomware-Attacke, bietet. Eine deutliche Komplexitätssteigerung haben wir natürlich im Laufe der letzten Jahre durch die stetig anwachsende Datenmenge. Um diese überhaupt noch managen zu können, ist eine Verteilung der Daten auf den jeweilig optimalen Speicher unerlässlich. Dazu gibt es einige vielversprechende softwarebasierte Ansätze. Die Integration des Speichers und der Verwaltung, speziell in einer hyperkonvergenten Infrastruktur oder HCI, ist sehr einfach geworden aus Sicht des Nutzers. Im Hintergrund gibt es jedoch teilweise vielfältige, komplexe Abhängigkeiten.
Auf was sollten besonders kleinere Mittelständler, die im Bereich Personal, Know-how und Kosten nicht mit den großen Unternehmen mithalten können, schon bei der Planung ihrer Speicherumgebung achten?
Flexibilität, Stabilität und Skalierbarkeit. Keiner weiß genau, was morgen kommt, wer also heute in eine Speicherlösung investiert, sollte deren Anpassbarkeit im Blick haben. Sie muss sich leicht an neue beziehungsweise andere Herausforderungen angleichen lassen, die Daten schützen und deren Zugreifbarkeit zu jeder Zeit sicherstellen. Außerdem sollte sie einfach ausbaubar sein. Damit mittelständische Unternehmen keine zu hohen Kosten haben, gilt es im Besonderen darauf zu achten, dass die gewählte Plattform bestimmte Funktionalitäten abdeckt.
So wäre es zum Beispiel ideal, immer die gleiche Managementoberfläche zu nutzen, auch der Rückgriff auf vielfältige Automation von Routineaufgeben ist Pflicht, ebenso die Austauschbarkeit des physischen Datenspeichers. Der letzte Aspekt ist vor allem deshalb wichtig, weil er sicherstellt, dass das Unternehmen Hardware immer frei am Markt zukaufen kann und damit unabhängig von Anbietern bleibt. Diese Kriterien erfüllen vor allem reine softwarebasierte Ansätze, auch bekannt als Software-defined Storage (SDS). Sie sind das klare Mittel der Wahl.
Container und ihre Orchestrierungswerkzeuge wie Kubernetes sind in den meisten Unternehmen angekommen. Welche Besonderheiten gilt es bei der Sicherung von Container-Daten zu beachten?
Vor der Datensicherung stehen Admins bei Containern erst einmal vor der Herausforderung, dass diese von Natur aus "stateless" sind. Das bedeutet: Ohne weitere Tools vergessen sie alle Daten, nachdem ein Container gestoppt wurde. Die Lösung dazu liegt in persistentem Speicher und dieser wird idealerweise container-nativ bereitgestellt, damit er der enormen Flexibilität und Portabilität von Containern gewachsen ist. Das trifft auf klassischen Speicher, auch wenn er über entsprechende Schnittstellen wie ein CSI-Plug-in verfügt, wenig bis gar nicht zu. Container-nativer Speicher bietet die einfache Integration in moderne Backupansätze, um die Daten wie aus der klassischen Speicherwelt gewohnt zu sichern. In der Regel greifen IT-Entscheider hier zu einem softwarebasierten Speicher.
»Durch den Einsatz günstiger x86-Server lassen sich die Kosten niedrig halten«
Die meisten unserer Leser sind in KMUs tätig. Wie lassen sich Hochverfügbarkeit und Zero-Downtime auch mit begrenztem Budget umsetzen?
Kosten lassen sich einfach und dauerhaft niedrig halten durch Software, die vorhandene Speicherhardware weiter nutzbar macht, den Einsatz günstiger x86-Server als Storage und verschiedene Hardwaretypen unterschiedlicher Hersteller gleichzeitig unterstützen – etwa durch HCI oder Server-SAN. Zumal SDS einerseits mit Zero-Downtime punktet, andererseits aber auch viele weitere Eigenschaften zu einem günstigen Preis beinhaltet. Ein Beispiel dazu ist die kontinuierliche Datenprotokollierung, bei der einfach alle Datenänderungen mitgeschrieben werden. So kann das Unternehmen bei Bedarf direkt und einfach auf einen älteren Datenzustand zugreifen.
Geben Sie uns ihren subjektiven Ausblick: Wo werden Speichersysteme und deren Management in fünf Jahren stehen? Auf welche Technologien sollten sich Unternehmen schon jetzt einstellen?
Die drei Basisspeicherformen Block-, Datei- und Objektspeicher werden weiter existieren und ihre spezifischen Eigenschaften kontinuierlich ausgebaut und die parallele Nutzung weiter vereinfacht. In fünf Jahren werden Speichersysteme weitgehend hardwareunabhängig, intelligenter und deutlich automatisierter sein. Das Management wird nicht mehr durch proprietäre Speicherhardware dominiert, sondern von softwaredefinierter Intelligenz, die Daten dynamisch nach Performance-, Kosten- und Verfügbarkeitsanforderungen verteilt.
Wir danken für das Gespräch!
Holger Weilke, Director Solutions Architect bei DataCore