ADMIN

2025

09

2025-08-28T12:00:00

Storage-Management

PRAXIS

050

Betriebssystem

Druckmanagement

Drucken unter Android

Vom Touch zum Tintenstrahl

von Tam Hanna

Veröffentlicht in Ausgabe 09/2025 - PRAXIS

Mit der Einführung der Android-Druck-API ab Version 4.4 hat Google native Druckunterstützung ins Betriebssystem integriert. Das zuvor populäre Google Cloud Print wurde 2020 eingestellt – seither übernehmen Druckdienste von Geräteherstellern, Apps und Android selbst die Aufgabe, Dokumente drahtlos an Drucker zu senden. Unser Artikel beleuchtet die aktuellen Möglichkeiten der Ausgabe unter Android – von der direkten Anbindung bis zur Cloud.

Das Drucken von mobilen Geräten aus war in der Vergangenheit nicht besonders weit verbreitet. Bot Symbian eine vollständige Druckunterstützung, hatten andere Smartphone-Betriebssysteme – im Fall von Android bis zur Version 4.4 – keine Unterstützung für die Ausgabe von Dokumenten. Ziel unseres Workshops ist die Vorstellung möglicher Wege, um Android-Nutzern das Ausdrucken von Informationen zu ermöglichen. Die optimale Vorgehensweise ist von den Umgebungsbedingungen abhängig. Die Wege unterscheiden sich in Bezug auf die Kosten, den Grad der von Userseite erforderlichen Mithilfe und der Komplexität der Umsetzung.
Drucken über Wi-Fi Direct
Die unmittelbarste Methode, um mit den Bordfunktionen des Android-Betriebssystems zu drucken, ist der Wi-Fi-Direct-Modus. Dieser wird insbesondere von Druckern unterstützt, die für die Ausgabe von Fotos optimiert sind. Hierbei kommt eine direkte Verbindung zwischen Smartphone und Drucker zum Einsatz – ein zwischengeschalteter WLAN-Router ist somit nicht erforderlich.
Im Folgenden dient ein Drucker vom Typ Canon Pixma TS3151 als Beispiel. Die Aktivierung des Wi-Fi-Direct-Modus erfolgt über eine mit "Direct" entsprechend gekennzeichnete Taste am Frontpanel des Ausgabegeräts. Nach dem Betätigen erscheint am LCD-Display des Druckers ein Smartphone-Symbol, das den aktiven Status des Modus signalisiert. Achtung: In der Praxis trennt das Einschalten dieser Funktion häufig die bestehende Verbindung zwischen Drucker und WLAN-Router. Wer Wi-Fi Direct also produktiv nutzen möchte, sollte das betreffende Ausgabegerät ausschließlich für Android-Devices bereithalten, um etwaigen Konflikten vorzubeugen.
Das Drucken von mobilen Geräten aus war in der Vergangenheit nicht besonders weit verbreitet. Bot Symbian eine vollständige Druckunterstützung, hatten andere Smartphone-Betriebssysteme – im Fall von Android bis zur Version 4.4 – keine Unterstützung für die Ausgabe von Dokumenten. Ziel unseres Workshops ist die Vorstellung möglicher Wege, um Android-Nutzern das Ausdrucken von Informationen zu ermöglichen. Die optimale Vorgehensweise ist von den Umgebungsbedingungen abhängig. Die Wege unterscheiden sich in Bezug auf die Kosten, den Grad der von Userseite erforderlichen Mithilfe und der Komplexität der Umsetzung.
Drucken über Wi-Fi Direct
Die unmittelbarste Methode, um mit den Bordfunktionen des Android-Betriebssystems zu drucken, ist der Wi-Fi-Direct-Modus. Dieser wird insbesondere von Druckern unterstützt, die für die Ausgabe von Fotos optimiert sind. Hierbei kommt eine direkte Verbindung zwischen Smartphone und Drucker zum Einsatz – ein zwischengeschalteter WLAN-Router ist somit nicht erforderlich.
Im Folgenden dient ein Drucker vom Typ Canon Pixma TS3151 als Beispiel. Die Aktivierung des Wi-Fi-Direct-Modus erfolgt über eine mit "Direct" entsprechend gekennzeichnete Taste am Frontpanel des Ausgabegeräts. Nach dem Betätigen erscheint am LCD-Display des Druckers ein Smartphone-Symbol, das den aktiven Status des Modus signalisiert. Achtung: In der Praxis trennt das Einschalten dieser Funktion häufig die bestehende Verbindung zwischen Drucker und WLAN-Router. Wer Wi-Fi Direct also produktiv nutzen möchte, sollte das betreffende Ausgabegerät ausschließlich für Android-Devices bereithalten, um etwaigen Konflikten vorzubeugen.
Je nach Druckermodell ist es noch notwendig, die Zugangsdaten für die Verbindung in Erfahrung zu bringen. Im Fall des TS3151 geschieht dies über das Drücken der Konfigurationstaste, die einen zweiseitigen Bericht ausgibt. Die von Android benötigten Netzwerkparameter sind darin aufgeführt. Der eigentliche Verbindungsaufbau erfolgt dann über den WLAN-Konfigurationsassistenten des Smartphones. Dabei erscheint eine Warnmeldung bezüglich der fehlenden Internetverbindung des WLAN, was technisch weniger versierten Nutzern missverständlich erscheinen kann. Das Antippen der Option "Nur diesmal verbinden" ist in diesem Fall korrekt. Nach dem Druckvorgang ist die Verbindung zum Drucker manuell zu trennen, um wieder auf das reguläre WLAN-Netzwerk zugreifen zu können.
Bild 1: Beim Canon Pixma TS3151 aktiviert die mit dem oberen Pfeil markierte Taste Wi-Fi Direct, die untere informiert in Papierform über die benötigten Verbindungseinstellungen.
Drucken über Plug-ins und Teilen-Menü
Die Verwaltung des Druckers erfolgt über die Einstellungen des Smartphones unter "Verbundene Geräte / Weitere Verbindungseinstellungen / Drucken". Auf einem frisch eingerichteten Gerät findet sich hier die Option "Standard-Druckdienst". Druckerhersteller bieten ergänzend Plug-ins an, die Android um Funktionen für ihre aktuellen Modelle erweitern. Bei einer bestehenden Internetverbindung wählen Sie über die Option "+ Dienst hinzufügen" das passende Plug-in aus. Anschließend gelangen Sie zum entsprechenden Google-Play-Eintrag. Für unseren Beispielfall wählen wir den Canon Print Service aus. Hier ist teilweise Vorsicht geboten: Im Play Store finden sich vereinzelt Anwendungen, die visuell oder namentlich an Google Cloud Print erinnern, aber nichts mit dem abgekündigten Dienst zu tun haben.
Nach der Installation öffnen Sie den Druckdienst. Die Anwendung fordert beim ersten Start verschiedene Berechtigungen an. Sind diese erteilt, ist die Integration in das Android-System fast abgeschlossen. Im letzten Schritt kehren Sie in die Druckdienste-Verwaltung zurück und tippen den neuen Dienst an. Ein anschließender Suchlauf identifiziert den Drucker. Wird das Druckermodell angezeigt, ist die Einrichtung erfolgreich abgeschlossen. Zu beachten ist, dass die meisten Hersteller im Wi-Fi-Direct-Betrieb keine Möglichkeit anbieten, um eine dauerhafte Verbindung zum Drucker aufrechtzuerhalten. Der Scan ist also bei jeder Verbindung erneut durchzuführen – auf Dauer nicht gerade nutzerfreundlich.
In der Theorie können Sie nach dem Einrichten des Druckers mit der Ausgabe von Daten beginnen. Leider bringen nur wenige Anwendungen ein dediziertes Menü zum Ausdrucken ihrer Inhalte mit. Dies funktioniert nur, wenn Sie den Umweg über die Teilen-Option gehen. Ein gutes Beispiel hierfür ist ein in WhatsApp erhaltenes Foto. Dieses lässt sich markieren, danach folgt ein Tippen auf das Teilen-Symbol. In der folgenden Auswahl sollte nun die Option für den jeweiligen Druckdienst zu finden sein und nach einem Tippen darauf erscheint der Druckvorschaubildschirm.
Bild 2: Nach der korrekten Einrichtung zeigt eine Druckvorschau an, dass die Ausgabe erfolgen kann – auch aus Gmail heraus lässt sich so drucken.
Netzwerkdrucker dauerhaft einbinden
Die soeben besprochene Vorgehensweise über Wi-Fi Direct ist insofern nicht ganz optimal, da sowohl das Verbinden mit einem speziellen, nicht Internet-fähigen WLAN als auch das ständige Rekonfigurieren des Druckdiensts durch den Nutzer zu Problemen führen kann. Der Weg über ein bestehendes Netzwerk ist da oft einfacher. Dies setzt allerdings ein netzwerkfähiges Ausgabegerät voraus.
Die Leistungssteigerung im Bereich der Mikroelektronik hat aber dazu geführt, dass schon preiswerte Drucker umfangreiche Netzwerkfunktionen mitbringen. Als Beispiel hierfür dient uns ein als Einzugsscanner angeschaffter Canon MB 5150. Das Gerät kostet zum Zeitpunkt der Drucklegung rund 175 Euro. Zu beachten ist, dass preiswerte Drucker das LAN-Interface oft erst auf Zuruf aktivieren – das Anstecken eines Ethernet-Kabels reicht nicht aus, um die Kommunikation freizuschalten.
Der Verbindungsaufbau erfolgt analog zu dem, was wir schon mit der direkten WLAN-Verbindung durchexerziert haben. Hervorzuheben ist, dass die automatische Erkennung des Druckers bei Netzwerkdruckern nicht sonderlich zuverlässig funktioniert. Oft muss die IP-Adresse manuell über den entsprechenden Dialog im Betriebssystem eingetippt werden. Nach dem Durcharbeiten des Einstellungsdialogs pflegt sich der Drucker in das Betriebssystem ein. So sich seine IP-Adresse nicht ändert, lässt er sich über die erwähnte Teilen-Funktion ansteuern.
Ärgerlich ist, dass Android ältere Drucker oft nicht unterstützt. Ein Beispiel ist der Xerox Phaser 3020 – ein einst sehr preiswert erhältlicher Laserdrucker, der dank WLAN-Anbindung und Treibern für Windows 11 beziehungsweise aktuelle unixoide Betriebssysteme nach wie vor verbreitet ist. Ein direkter Verbindungsversuch unter Eingabe der IP-Adresse führte in unserem Testlauf zu Ablehnung. Selbst das Herunterladen des Hersteller-Treibers behebt dieses Problem nicht und die Xerox-App wirft ebenfalls eine Fehlermeldung aus.
Drucken per Bluetooth
In Japan – traditionell ein Vorreiter im Mobilfunkbereich, etwa mit dem WWW-ähnlichen Dienst i-Mode – haben sich sogenannte Purikura-Stände etabliert: Münzbetriebene Fotodrucker, die Bilder direkt per Bluetooth empfangen und ausgeben. Auch wenn ihre Hochphase in Europa um das Jahr 2010 lag, finden sich solche Geräte auch hierzulande noch an Bahnhöfen oder in öffentlichen Einrichtungen. Darüber hinaus bieten Hersteller wie HP und Canon vergleichbare Systeme für den Privatgebrauch an, etwa den HP Sprocket oder die Canon-Selphy-Serie.Geht es ausschließlich um das unkomplizierte Ausdrucken von Fotos, sind diese Geräte eine besonders niederschwellige Lösung. Sie errichten ein eigenes Bluetooth-Funknetz, über das Bilder vom Smartphone gesendet werden. Nach einfachen Einstellungen am Display beginnt der Druckvorgang – ganz ohne WLAN-Konfiguration oder App-Installation. Gerade technisch wenig versierte Nutzer profitieren von der einfachen Handhabung. Ein weiterer Vorteil: Die Ausgabe erfolgt auf speziellem Fotopapier, was bessere Druckergebnisse erlaubt und bei juristisch relevanten Bildern die Glaubwürdigkeit erhöhen kann.Nachteilig sind jedoch die vergleichsweise hohen Druckkosten. Im Vergleich zu herkömmlichen Tintenstrahldruckern ist mit deutlich höheren Seitenpreisen zu rechnen. Zudem ist die Versorgung mit kompatiblem Verbrauchsmaterial oft eingeschränkt – insbesondere bei Modellen mit spezifischer Papierchemie beendet die Einstellung des Produkts durch den Hersteller meist auch dessen praktische Nutzung.
Organisiertes Drucken in der Cloud
Die bisherigen Schritte erlauben das Ausdrucken jeglicher Dokumente – einmal mit dem Drucker verbunden, kann der Nutzer tun und lassen, was er möchte. In der Praxis ist es in Unternehmen dann aber oft so, dass Mitarbeiter den Drucker zum Ausdrucken von privaten Dokumenten nutzen. Und auch nicht jeder firmeninterne Druck ist immer sinnvoll, sodass Tausende unnötiger Seiten die Druckkosten in die Höhe treiben und die Umweltbilanz belasten.
In beiden Fällen gilt, dass Kontrolle ein wichtiger Weg zur Senkung der Druckkosten ist. Dieses einst in Google Cloud Print implementierte Feature steht aktuell nicht mehr zur Verfügung, weshalb verschiedenste Anbieter in die Bresche gesprungen sind. Die Verlagerung eines Teils der Druckintelligenz in die Cloud ermöglicht das Weiterverwenden von in Android nicht mehr unterstützten Druckern. Die cloudbasierten Systeme reichen nämlich die Windows-Druckertreiber weiter.
So hat die sich die in Berlin ansässige Cortado-Gruppe in diesem Bereich eine besondere Marktposition erarbeitet. Thinprint Cloud Printer war bei vielen Firmen über Jahre hinweg der Standardersatz für Google Cloud Print. Mittlerweile hat der Anbieter das Produkt in ezeep Blue [1] umbenannt – es funktioniert nach der in Bild 3 gezeigten Architektur. Deren Vorteil ist, dass das fehleranfällige direkte Verbinden von Smartphone und Drucker entfällt. Haben beide eine Internetverbindung, lassen sie sich unter Nutzung der Cloud "verdrahten".
Bild 3: ezeep Blue routet Druckaufträge über das Netzwerk, was die Verwendung von am Windows-Server angemeldeten Druckern erlaubt und Android-spezifische Treiber überflüssig macht.
Als Werkzeug dient eine als "ezeep Connector" bezeichnete Komponente, die entweder schon in der Druckerfirmware implementiert ist oder über eine Windows-Applikation bereitgestellt wird. Unternehmen, die keinen Windows-Server betreiben wollen, erhalten von Cortado eine Sonderlösung: Der "ezeep Hub" lässt sich für rund 100 Euro pro Jahr mieten und realisiert die Anbindung in die Cloud für alle Drucker, die sich im lokalen Netzwerk befinden.
Installation und Kosten von ezeep Blue
Zur Inbetriebnahme von ezeep Blue ist es erforderlich, ein eigenes Konto anzulegen. Neben der Anmeldung mit einer E-Mail-Adresse unterstützt das System Micro- soft-, Google- und Apple-Konten. Nach der erfolgreichen Registrierung folgt das Herunterladen der Serverkomponente: Auf dem für unseren Workshop verwendeten Windows-10-Rechner handelte es sich dabei um eine EXE-Datei namens "ezeepConnectorforPS.exe", die auf dem als Android-Druckserver vorgesehenen Gerät zu installieren ist.
Nach der erfolgreichen Installation nistet sich der Connector in der Task-Leiste ein. Beim Rechtsklick erscheint ein Kontextmenü, in dem Sie sich für die Option "Login" entscheiden. Das System reagiert mit der Anzeige eines Anmeldefensters – nach getaner Arbeit erscheint zunächst ein Statusbildschirm, in dem der Connector manchmal noch nicht aufgelistet ist. Dann ist ein wenig Wartezeit empfehlenswert; im Anschluss bietet sich das Aktualisieren der Webseite "https://app.ezeep.com/ printers" an. Selten ist auch ein Reboot des Systems oder ein manueller Neustart des Connectors erforderlich. Zur allgemeinen Statusüberprüfung werfen Sie einen Blick auf das Symbol in der Task-Leiste– ist hier kein rotes X zu sehen, steht das System zum Einsatz bereit.
Beachten Sie, dass die eigentliche Konfiguration des Connectors ausschließlich in der Weboberfläche erfolgt. Wichtig ist, dass er in der Rubrik "Konnektoren" aufscheint. Im Fall unserer Workstation hörte er dort auf den Namen "Print Server DESKTOP-DC8H7UJ". Im nächsten Schritt folgt der Wechsel in die Rubrik "Drucker", wo der Connector alle auf der Hostmaschine zur Verfügung stehenden Drucker auflistet. Per Schieberegler (de)aktivieren Sie einzelne Geräte.
Zur eigentlichen Nutzung des Druckers vom Smartphone aus ist nun noch der Wechsel in den Playstore erforderlich, wo wir nach der App mit dem Namen "ezeep Blue Printer App" suchen und auf das Telefon herunterladen. Nach dem Start melden Sie sich mit Ihrem Benutzernamen an. In der Praxis bietet es sich an, im Backend im ersten Schritt in der Rubrik "Nutzer und Gruppen" User- Accounts anzulegen, und die einzelnen Anwender auf diese Art und Weise vom Verwenden des Administratorkontos abzuhalten. Nach der erfolgreichen Einrichtung der Applikation auf dem Smartphone sind die in der Cloud als freigegeben markierten Drucker für Android verfügbar. Auch der über das lokale Netzwerk zuvor nicht erkannte Xerox-Drucker taucht hier nun auf.
Das so eingerichtete Drucken über die Cloud erlaubt bei ezeep Blue im kleinsten Modell die kostenfreie Versorgung von bis zu zehn Usern mit einem Connector. Wer mehr benötigt, muss eines der unter [2] aufgeführten Abonnements abschließen. Der häufigste Plan dürfte dabei Pro sein; bei jährlicher Abrechnung fallen pro Benutzer und Monat derzeit 2,75 Euro an. Diese Subskription erlaubt erstens die Nutzung von bis zu zehn Connectoren und ermöglicht zudem eine gruppenbasierte Benutzerverwaltung. Ein noch größeres Modell hört auf den Namen Business und gibt IT-Verantwortlichen fortgeschrittene Analysemöglichkeiten und die Fähigkeit, mit Microsoft Entra ID zu synchronisieren.
Bild 4: Der über die Cloud angebundene ezeep-Connector fungiert als Druckerserver und listet sämtliche von Windows verwalteten Drucker auf.
US-Anbieter nur bedingt zu empfehlen
Die in den USA ansässige Firma Mobile Dynamics bietet mit PrinterShare einen Druckdienst an, der bereits seit den Zeiten von BlackBerry und Windows Phone existiert. Technisch funktioniert das System ähnlich wie ezeep: Eine Android-App leitet Druckaufträge an lokale oder entfernte Drucker weiter. Ein zentraler Unterschied liegt im Lizenzmodell. Vor der Nutzung ist die App kostenpflichtig freizuschalten – die einmalige Gebühr variiert je nach Region und beträgt bis zu zehn Euro pro Gerät. Nach der Aktivierung ist das Drucken im lokalen WLAN unbegrenzt kostenlos möglich.
Vorsicht ist jedoch bei der Nutzung außerhalb des Heimnetzwerks geboten: Laut den Angaben auf der Anbieterwebseite [3] ist Remote Printing kostenpflichtig. Zwar werden die Preise beim Druckvorgang eingeblendet, doch besonders für weniger technikaffine Nutzer kann die Unterscheidung zwischen lokalem und entferntem Druck irritierend sein. Der Umstand, dass sich nur bei aktivem WLAN kostenfrei drucken lässt, kann in der Praxis leicht zu Missverständnissen führen. Zudem ist zu bedenken, dass sich die Server von PrinterShare in den USA befinden. In datensensiblen Umgebungen ist dies aus europäischer Perspektive ein relevanter Nachteil.
Fazit
Besteht seitens der Anwender der Bedarf, vom Android-Mobilgerät aus zu drucken, ist dies technisch kein allzu großes Problem. Wie so oft gilt allerdings auch hier, dass der optimale Weg zum Ziel sich von Situation zu Situation unterscheidet. In kleineren Unternehmen mit technisch versierten Nutzern genügt oft die einfache Freigabe von Druckern – in größeren Umgebungen hingegen empfiehlt sich ein zentral verwaltetes System. Ezeep bietet sich hier als mögliche Cloudanwendung an, die in überschaubaren Umgebungen sogar kostenfrei ist.
(ln)
Link-Codes
[2] Preise von ezeep Blue: https://www.ezeep.com/de/preise-ezeep/
[3] Druckkosten von PrinterShare: https://printershare.net/about-subscription.sdf