Die Anforderungen an eine moderne Daten- sicherungssoftware sind klar: Sie muss zuverlässig funktionieren, möglichst viele unterschiedliche Zielmedien erlauben und verschiedene Jobs verwalten. Zudem sollte sie alte Backups zum gegebenen Zeitpunkt löschen, damit die Zielmedien nicht überlaufen. Vor allem letzteres artet bei vielen zu sichernden Systemen oft zur Sisyphosarbeit aus und kann extrem unübersichtlich sein. MSP360 überzeugte im Test bei allen diesen Anforderungen und bewies sich als einfach zu bedienen, vielseitig einsetzbar und mit zuverlässigem Backup und Restore.
Datensicherungssoftware muss mehrere Generationen von Backups genauso verwalten können wie verschiedene Zielmedien, die teilweise aus Sicherheitsgründen im Idealfall auch außer Haus lagern. Am Markt tummeln sich zahlreiche Anbieter, darunter auch MSP360 – einigen vielleicht unter dem alten Namen CloudBerry bekannt. Viele Vertreter dieser Gattung waren bereits Testkandidaten im IT-Administrator, doch MSP360 sticht insofern hervor, als dass seine Inbetriebnahme fast ohne Dokumentation zu schaffen ist. Ob die anderen Features der Sicherungssoftware im Test ebenso überzeugen konnten, betrachten wir nun detailliert.
MSP360 Backup
Produkt
Software zur Sicherung und Wiederherstellung für Windows, macOS und Linux.
MSP360 steht als einfache "Free"-Variante zur Verfügung, die nur Dateisicherung kann, dafür jedoch umsonst ist. In der "Pro"- Lizenz gibt es neun Produkte, die Desktops, Server, Virtualisierung und so weiter abdecken. Hier reichen die Kosten von 30 bis 280 US-Dollar pro Jahr. Allerdings dürften in heterogenen Umgebungen mehrere dieser Pro-Pakete erforderlich sein. Schließlich richtet sich die "Managed"-Variante an große Unternehmen. Hier stellt der Anbieter einen Kostenrechner bereit, der über das Hinterlegen der Anzahl der verschiedenen Systeme die Lizenzkosten aufzeigt.
Systemanforderungen
Für den Backupserver mindestens ein 1.4-GHz-64-Bit-Prozessor, 4 GByte RAM (8 GByte empfohlen) sowie 1 GByte auf der Festplatte (für die Software, Sicherungsplatz zusätzlich).
MSP360 steht für Windows, macOS, Linux, Hyper-V, SQL-Server sowie MS Exchange zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich auch Microsoft 365, OneDrive, SharePoint, Teams, Google Workspace und Google Shared Drive sichern. In unserer Testumgebung befanden sich 14 physische PCs mit Windows 10 oder 11. Die Rechner befanden sich an unterschiedlichen Standorten: Teilweise einzeln, teilweise auch mehrere in einem Netzwerk in Arbeitsgruppen (keine Domänen). Unsere Sicherungsziele waren zwei NAS und die Cloud. Die NAS-Geräte (QNAP beziehungsweise Buffalo) waren in jedem Netzwerk lokal verfügbar, für die Cloud nutzten wir Wasabi, einen S3-kompatiblen Speicher.
Die MSP360-Installation geschieht mithilfe einer rund 24 MByte großen Datei, die wir auf das Zielsystem bringen mussten. Dies ist übrigens eine von nur zwei Aufgaben, bei denen wir direkten Kontakt zum Zielsystem benötigten (physisch oder remote). Die Installation selbst war schnell erledigt und erforderte keine wichtigen Entscheidungen. Das Einzige, was dann noch unmittelbar auf diesem System zu erledigen war, war das Einbinden der lokalen Speichermedien. In unserem Fall also NAS, ansonsten Bandlaufwerke oder anderer Storage. Installieren lassen sich beliebige Laufwerke, die Windows per Pfad ansprechen kann. Auf die gleiche Art haben wir auch unseren Remotespeicher mit Wasabi eingespielt. Damit es später keine bösen Überraschungen gibt, lässt sich die Konfiguration unmittelbar testen. Das grenzt später die Suche nach möglichen Ursachen ein, wenn tatsächlich etwas nicht funktionieren sollte.
Datensicherungssoftware muss mehrere Generationen von Backups genauso verwalten können wie verschiedene Zielmedien, die teilweise aus Sicherheitsgründen im Idealfall auch außer Haus lagern. Am Markt tummeln sich zahlreiche Anbieter, darunter auch MSP360 – einigen vielleicht unter dem alten Namen CloudBerry bekannt. Viele Vertreter dieser Gattung waren bereits Testkandidaten im IT-Administrator, doch MSP360 sticht insofern hervor, als dass seine Inbetriebnahme fast ohne Dokumentation zu schaffen ist. Ob die anderen Features der Sicherungssoftware im Test ebenso überzeugen konnten, betrachten wir nun detailliert.
MSP360 Backup
Produkt
Software zur Sicherung und Wiederherstellung für Windows, macOS und Linux.
MSP360 steht als einfache "Free"-Variante zur Verfügung, die nur Dateisicherung kann, dafür jedoch umsonst ist. In der "Pro"- Lizenz gibt es neun Produkte, die Desktops, Server, Virtualisierung und so weiter abdecken. Hier reichen die Kosten von 30 bis 280 US-Dollar pro Jahr. Allerdings dürften in heterogenen Umgebungen mehrere dieser Pro-Pakete erforderlich sein. Schließlich richtet sich die "Managed"-Variante an große Unternehmen. Hier stellt der Anbieter einen Kostenrechner bereit, der über das Hinterlegen der Anzahl der verschiedenen Systeme die Lizenzkosten aufzeigt.
Systemanforderungen
Für den Backupserver mindestens ein 1.4-GHz-64-Bit-Prozessor, 4 GByte RAM (8 GByte empfohlen) sowie 1 GByte auf der Festplatte (für die Software, Sicherungsplatz zusätzlich).
MSP360 steht für Windows, macOS, Linux, Hyper-V, SQL-Server sowie MS Exchange zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich auch Microsoft 365, OneDrive, SharePoint, Teams, Google Workspace und Google Shared Drive sichern. In unserer Testumgebung befanden sich 14 physische PCs mit Windows 10 oder 11. Die Rechner befanden sich an unterschiedlichen Standorten: Teilweise einzeln, teilweise auch mehrere in einem Netzwerk in Arbeitsgruppen (keine Domänen). Unsere Sicherungsziele waren zwei NAS und die Cloud. Die NAS-Geräte (QNAP beziehungsweise Buffalo) waren in jedem Netzwerk lokal verfügbar, für die Cloud nutzten wir Wasabi, einen S3-kompatiblen Speicher.
Die MSP360-Installation geschieht mithilfe einer rund 24 MByte großen Datei, die wir auf das Zielsystem bringen mussten. Dies ist übrigens eine von nur zwei Aufgaben, bei denen wir direkten Kontakt zum Zielsystem benötigten (physisch oder remote). Die Installation selbst war schnell erledigt und erforderte keine wichtigen Entscheidungen. Das Einzige, was dann noch unmittelbar auf diesem System zu erledigen war, war das Einbinden der lokalen Speichermedien. In unserem Fall also NAS, ansonsten Bandlaufwerke oder anderer Storage. Installieren lassen sich beliebige Laufwerke, die Windows per Pfad ansprechen kann. Auf die gleiche Art haben wir auch unseren Remotespeicher mit Wasabi eingespielt. Damit es später keine bösen Überraschungen gibt, lässt sich die Konfiguration unmittelbar testen. Das grenzt später die Suche nach möglichen Ursachen ein, wenn tatsächlich etwas nicht funktionieren sollte.
Zentrale Verwaltung erleichtert Backups
Dreh- und Angelpunkt für alle weiteren Arbeiten mit MSP360 ist die webbasierte und zentrale Benutzeroberfläche, die sogenannte "Management Console". Hier finden sich alle konfigurierten Systeme an einem Ort und bieten somit einen schnellen Überblick über den Backupstatus. Und sollte etwas einen genaueren Blick erfordern, wie in Bild 1 der Backupstatus mit zwei Warnungen und drei Fehlern, genügte ein Klick auf den jeweiligen Eintrag und wir landeten an der betreffenden Stelle. Hier liefert zunächst ein Hover-Text allgemeine Informationen und ein Klick auf den Eintrag fördert die Details zu Tage. Diese sind recht ausführlich, wenngleich der im Beispiel gezeigte Fehler nicht der Tatsache entspricht: Das NAS wurde um Festplatten erweitert und Windows hatte dann keinen Zugriff mehr auf die freigegebenen Ordner – weder die alten noch die neuen. Insofern war diese Fehlermeldung leider nicht zielführend.
Bild 1: Die Managementkonsole vereint Konfiguration und Kontrolle.
Die Konsole ist der Dreh- und Angelpunkt der Backupverwaltung. Selbst die von den jeweiligen PCs auszuführenden Sicherungen werden hier erzeugt und automatisch an die Geräte übertragen. Wahlweise lassen sich aber auch an den Clients selbst die Jobs erstellen, aber in der Managementkonsole war dies mit weniger Aufwand verbunden und zudem übersichtlicher und einfacher als an den PCs selbst. Übrigens hat der Administrator die Möglichkeit, den Zugriff der Anwender auf einzelne Funktionen der lokalen Software ganz nach Bedarf einzuschränken.
Detailliert konfigurierbare Sicherungen
Die Konfiguration eines neuen Backupjobs geht intuitiv und schnell von der Hand. Wir mussten nur den gewünschten Computer auswählen und einen neuen Plan erstellen. Hierbei hatten wir die Wahl zwischen Image- und dateibasierten Sicherungen, sowie Konsistenzprüfungen der Speichermedien oder die Möglichkeit, vorhandene Jobs von anderen PCs zu kopieren. Wer oft mit gleichen oder ähnlichen Aufgaben zu tun hat, kann sich auch Vorlagen erstellen und auf deren Basis neue Jobs erstellen und so viel Zeit beim Einrichten sparen. Verwundert hat uns allerdings, dass nur komplette oder inkrementelle Backups möglich sind – differentielle Backups konnten wir nicht entdecken.
Hatten wir den Backuptyp gewählt, ging es Schritt für die Schritt durch die einzelnen Einstellungen. Wobei zu beachten ist, dass die Speicherkonten, also die Medien, auf die gesichert wird, einmalig für den betreffenden PC an einem System einzurichten sind. Damit stehen sie dann allen PCs am jeweiligen Standort zur Verfügung. Im Laufe der Jobdefinition war es möglich, diverse Filter für zu sichernde oder nicht zu sichernde Dateien beziehungsweise Verzeichnisse festzulegen. Dabei sind auch Zeitfilter möglich, also Dateien, die sich innerhalb der letzten X Tage oder seit dem Datum Y geändert haben. Selbst Files, die einen selbstdefinierten Umfang in MByte übersteigen, konnten wir vom Backup ausschließen.
Last but not least ließ sich per Mausklick verhindern, dass Systemdateien und verborgene Dateien Teil des Backups werden. Gleiches gilt für Files, die während des Sicherungsvorgangs von einem anderen Prozess belegt sind. Anschließend war es erforderlich, sich für oder gegen eine Komprimierung und Verschlüsselung der gesicherten Daten zu entscheiden. Bei der Verschlüsselung hatten wir die Wahl zwischen AES-Verschlüsselung mit 128, 192 oder 256 Bit. Wobei sich ein Hinweistext auf das Verschlüsselungskennwort hinterlegen ließ.
Was uns anfangs störte, war der Umstand, dass MSP360 einen PC nach erfolgtem Backup nicht herunterfahren kann. Durch Zufall entdeckten wir die sogenannten Pre/Post-Actions – diese waren im Konfigurationsdialog jedoch nicht sichtbar. Eine Frage an den Support, den wir übrigens direkt aus der Oberfläche heraus erreichten, ergab nach wenigen Minuten die Antwort, dass diese Option erst global zu aktivieren ist. Dies mag zwar auf den ersten Blick verwirrend sein, ergibt aber durchaus Sinn, weil damit die Dialoge aufgeräumter sind, indem sich nicht benötigte Elemente einfach nicht zeigen.
Sind die Jobs einmal definiert, lassen sie sich genauso einfach an sich ändernde Anforderungen anpassen – zentral über die Konsole oder lokal am jeweiligen Rechner. Lokal finden sich dieselben Optionen, nur in anderer Optik und unserer Ansicht nach nicht so übersichtlich.
Zielgerichtete Hilfe für den Admin
Bei der Definition von Backupjobs hat uns sehr gut gefallen, dass die Software beim Erstellen der richtigen Strategie unterstützt und auf mögliche Fehler aufmerksam macht. Wir wollten unsere Sicherungen beispielsweise für drei Monate aufbewahren.
Als wir später das Großvater-Vater-Sohn-Prinzip testen wollten, machte uns MSP360 darauf aufmerksam, dass dies einen passenden Aufbewahrungszeitraum erfordert und warnte uns entsprechend (Bild 2). Dies ist eine vorbildliche Hilfe dabei, nichts zu übersehen. Erst als wir den Aufbewahrungszeitraum für das Komplettbackup auf 14 Wochen umstellten, war die Bedingung für die zuvor genannten drei Monate erfüllt und der rote Rahmen sowie die Warnung verschwanden.
Bild 2: Die Hilfestellungen von MSP360 bereits bei der Konfiguration sind vorbildlich.
Ebenfalls in diesem Dialog bot sich uns die Option, dass Backups nicht gelöscht oder verändert werden dürfen. Der Punkt "Object Lock (Immutablity)" ist dafür verantwortlich, wobei MSP360 erkennt, ob das Speichersystem diese Funktion beherrscht oder nicht. Falls nicht, ist die Funktion ausgegraut und es zeigt sich ein entsprechender Hinweis. Diese Option steht genau wie die Generationen-Sicherung nur zur Verfügung, wenn die Jobs automatisch laufen – manuelle Jobs unterstützen dies nicht.
Flexibel automatisieren
Für die eben angesprochene automatische Ausführung boten sich noch weitaus mehr Möglichkeiten. So lassen sich vor oder nach Sicherungen automatisch Aktionen anstoßen und darüber hinaus auch Jobketten definieren. Hier waren wir in der Lage festzulegen, welcher der anderen Jobs für diesen Computer im Anschluss an den aktuellen starten soll. Wobei uns hier zusätzlich offen stand, einen Job nur zu starten, wenn der vorhergehende erfolgreich ausgeführt wurde.
Und auch bei der zeitlichen Planung fanden wir Features vor, die nicht selbstverständlich sind. Zwar ist bei der täglichen Sicherung die Auswahl der Uhrzeit üblich, doch bei der monatlichen Sicherung zeigten sich einige interessante Möglichkeiten. Neben einem konkreten Tag im Monat ist es auch möglich, beispielweise jeden ersten Montag im Monat zu wählen. Und das auch nicht zwingend jeden Monat sondern alle x Monate, ganz abgesehen natürlich von der gewünschten Uhrzeit.
Vermisst haben wir dagegen das ereignisgesteuerte Starten von Jobs. Zwar konnten wir festlegen, dass ausgefallene Sicherungen sofort nach Rechnerstart durchlaufen sollen, nicht jedoch die Option, Jobs nur dann auszuführen, wenn das Speichermedium erreichbar ist.
Gute Übersicht zum Backupstatus
Nachdem wir unsere Backups eingerichtet und gestartet hatten, ging es um die tägliche Erfolgskontrolle. Hier bot sich uns einerseits die Benachrichtigung per E-Mail. Dies war in jedem Fall, also auch bei Erfolg, nur bei Fehlern oder auch schon bei Problemen möglich. Und da sich dies global definieren lässt, mussten wir dies nicht für jeden Job wiederholen. Wobei sich die globalen Einstellungen im Bedarfsfall bei einzelnen Sicherungen überschreiben lassen.
Die andere Möglichkeit bestand darin, einen Blick auf die Verwaltungsoberfläche zu werfen. Dort fanden sich alle PCs, diese ließen sich per Mausklick auf einzelne Bereiche/Geräte einschränken. Hier war anhand der Farben grün, orange und rot gut zu erkennen, was Sache ist und die Details zu Problemen ließen schnell finden. Natürlich stellt die Konsole auch zahlreiche vordefinierte Berichte zur Verfügung wie zum Beispiel die "Backup History". Hier erhielten wir übersichtlich Angaben in einem benutzerdefinierten Zeit- raum, welcher Job auf welcher Maschine mit welchem Status abgeschlossen worden war. Auch hier konnten wir die Auswahl einfach per Mausklick auf verschiedene Bereiche einschränken.
Wiederherstellung auf drei Wegen prüfen
Ein wichtiger Punkt der 3-2-1-1-0-Regel ist das Prüfen der angefertigten Backups auf Fehlerfreiheit. Am sichersten ist hier, Dateien zurückzusichern und zu öffnen. So lässt sich feststellen, ob sie lesbar sind. Aber auch für diesen Schritt gibt es verschiedene Alternativen. Entweder die gute alte Methode, von Hand Dateien für den Restore auszuwählen und wiederherzustellen. Dies ist jedoch recht aufwendig.
Variante zwei besteht darin, einen oder mehrere Restore-Jobs zu definieren. Die Arbeit beschränkte sich dann darauf, zu prüfen, ob nach dem Backup die wiederhergestellten Dateien auf dem System vorhanden waren und sich auch öffnen ließen. Damit reduzierte sich der Aufwand schon erheblich, auch wenn dies immer dieselbe Datei prüft. Aber immerhin war es uns bei den entsprechenden Jobs möglich, einzustellen, welche Sicherungsversion zum Einsatz kommen soll – oder ob es immer die Version aus dem aktuellsten Backup sein soll.
Die Königsklasse stellt allerdings die automatische Prüfung dar. Diese steht leider nur für Images zur Verfügung und auch nur auf Windows-Geräten, auf denen Virtualisierung aktiviert ist. Hier sichert die Software auf Wunsch Images in eine VM zurück und prüft anschließend, ob sich die VM starten lässt – einfacher geht es eigentlich nicht.
Clevere Systemwiederherstellung
Für das Recovery kompletter Systemen, dem Bare Metal Restore (BMR), ist ein Boot-Medium erforderlich. Mittlerweile dürfte es sich dabei ausschließlich um USB-Sticks handeln, alternativ ein ISO-Abbild. Und natürlich muss auch ein vollständiges und fehlerfreies Image vorliegen. Aber das stellen wir ja mit der automatischen Prüfung dank der VM-Funktionalität von Windows sicher. Selbstverständlich ist es im Laufe der Erstellung des Datenträgers auch möglich, zusätzliche Treiber einzubinden, falls die neue Hardware mit speziellen Geräten ausgestattet ist, die Windows im Standard nicht unterstützt. Diese mussten wir in ein Verzeichnis legen und dieses während des Vorgangs angegeben. Und standardmäßig wird der Boot-Datenträger per Passwort geschützt. Diese Option lässt sich auf Wunsch ausschalten, wobei MSP360 aus Sicherheitsgründen explizit davon abrät, dies zu tun.
Beim Booten eines neuen Systems mit dem so erstellten Stick oder ISO-Abbild standen in der grafischen Oberfläche die Möglichkeiten offen, ein Terminal zu öffnen, die Registry zu bearbeiten, das Back-upprogramm zu öffnen, die Netzwerkeinstellungen anzupassen oder eben ein BMR zu starten. Damit waren wir für alle Eventualitäten gerüstet. Nicht zuletzt dank des Explorers, der ebenfalls auf Wunsch Teil des Boot-Mediums ist. Mit dessen Hilfe waren wir in der Lage, auf den lokalen oder Cloudspeichern Dateien zu verschieben und zu verwalten.
Gefallen hat uns auch, dass für das weitere Vorgehen das beim Einrichten des ursprünglichen PCs verwendete Konto zum Einsatz kommt. Damit stehen viele Einstellungen automatisch zur Verfügung und dies spart lästiges Suchen. Ein unschätzbarer Vorteil, wenn das Stressniveau ohnehin schon hoch ist.
Nur eine Remotesteuerung kostenlos verfügbar
In der Management Console findet sich in der Spalte "RMM" ein "Connect"-Button. RMM steht für "Remote Monitoring and Management" und bedarf einer separaten, kostenpflichtigen Lizenz. Ohne zusätzliche Kosten steht "Connect" zur Verfügung. Dies ist über den Webbrowser oder eine Desktop-App möglich und erfordert auf dem Zielsystem einen Agenten. Dies gelingt über die Konsole und ohne Remotezugriff seitens des Anwenders auf das Zielsystem.
Bei einer Verbindung via Webbrowser öffnet sich ein neuer Tab und der entfernte Computer lässt sich bedienen. Gleichzeitig erscheint der Hinweis darauf, dass der Bildschirm mit einer weiteren Person geteilt wird. Es ist also nicht möglich, sich heimlich auf das System aufzuschalten. Soll die Fernsteuerung stattdessen in einer App stattfinden, ist eine Connect- oder RMM-Connect-Lizenz erforderlich. Beide sind mit 350 beziehungsweise 600 Euro pro Jahr kein Schnäppchen, erlauben einem User dafür aber eine unbegrenzte Anzahl an gleichzeitigen Verbindungen.
Fazit
MSP360 bietet nahezu alles, was sich der Administrator für das Backup wünschen kann – sowohl im Hinblick auf die Sicherungsstrategien als auch die Backupziele oder die Automatisierung. Die Software unterstützt die wichtigsten Prinzipien für eine ordentliche Datensicherung und prüft auch daraufhin, ob mit den gewählten Einstellungen das gewünschte Ziel eingehalten werden kann. Wirklich vermisst haben wir lediglich die Möglichkeit, Sicherungen zeitgesteuert nur dann zu starten, wenn das Zielmedium zur Verfügung steht.
Ganz hervorragend sind auch die Wege zum Überprüfen, ob die ausgeführten Jobs erfolgreich waren oder nicht. Vor allem im Hinblick auf die Prüfung von Images, was normalerweise einen ganz erheblichen Aufwand bedeutet. Nicht zu vergessen, die einfache Bedienung des Systems: Ein Punkt, der im Alltag Zeit und Nerven spart. Und falls doch einmal Hilfestellung benötigt wird, ist der Support schnell und kompetent zur Stelle.