Als Vater eines Fünfzehnjährigen und eines Beinahe-Teenagermädchens bekomme ich nicht selten den Ausspruch "Ey Digga!" zu hören. Was Jugendsprache angeht, bin ich irgendwie anno 2012 steckengeblieben, als YOLO noch Jugendwort des Jahres war. Wofür "Ey Digga!" im familiären Kontext steht, kann ich mir aber gerade so zusammenreimen: Als empörte Entgegnung auf höchst abwegige, geradezu verrückte erzieherische Forderungen – wie etwa das Zimmer aufzuräumen, die Hausaufgaben zu erledigen oder die Hosentaschen von verrotzten Taschentüchern zu befreien, bevor man das Beinkleid in die Waschmaschine schmeißt.
Unter Kindern und Jugendlichen gleichermaßen beliebt ist das Entweder-Oder-Spiel: Der Gefragte muss sich entsprechend seiner Präferenzen zwischen zwei Dingen entscheiden. Zum Beispiel "Harry Potter oder die Schule der magischen Tiere?" (Frage meiner Tochter) oder "Lieber auf Kaviar oder Lachs verzichten"? (mein Sohn). Beides harte Entscheidungen. Wobei das genau der Kniff am Spiel ist: Eine der beiden Antworten ist zwingend. Beim Blick auf den Schwerpunkt dieser Ausgabe, Hybrid Work, würde die Frage also lauten: "Im Homeoffice arbeiten oder im Büro?" Weder Gesetzgeber, Unternehmer noch Arbeitnehmer wollen sich hier aber festlegen und antworten meist mit "Geht nicht auch beides?"
Bei einer semantischen Betrachtung des Worts „Hybrid“ fällt auf, dass der Begriff im Lateinischen eher abwertend konnotiert war. Gemeint war eine Mischung dessen, was eigentlich nicht zusammengehört. Im 18. Jahrhundert erhält der Begriff eine biologische Bedeutung und bezeichnet nun das Kreuzungsprodukt zweier Arten – ganz neutral. In der Folge setzt sich zunehmend das Adjektiv gegenüber dem Nomen durch, und so landen wir schließlich beim Hybridmotor, der Hybrid Cloud und Hybrid Work. Und da all die genannten Dinge ja verkauft werden wollen, sind die Begriffe nun endlich auch positiv verortet.
Als Vater eines Fünfzehnjährigen und eines Beinahe-Teenagermädchens bekomme ich nicht selten den Ausspruch "Ey Digga!" zu hören. Was Jugendsprache angeht, bin ich irgendwie anno 2012 steckengeblieben, als YOLO noch Jugendwort des Jahres war. Wofür "Ey Digga!" im familiären Kontext steht, kann ich mir aber gerade so zusammenreimen: Als empörte Entgegnung auf höchst abwegige, geradezu verrückte erzieherische Forderungen – wie etwa das Zimmer aufzuräumen, die Hausaufgaben zu erledigen oder die Hosentaschen von verrotzten Taschentüchern zu befreien, bevor man das Beinkleid in die Waschmaschine schmeißt.
Unter Kindern und Jugendlichen gleichermaßen beliebt ist das Entweder-Oder-Spiel: Der Gefragte muss sich entsprechend seiner Präferenzen zwischen zwei Dingen entscheiden. Zum Beispiel "Harry Potter oder die Schule der magischen Tiere?" (Frage meiner Tochter) oder "Lieber auf Kaviar oder Lachs verzichten"? (mein Sohn). Beides harte Entscheidungen. Wobei das genau der Kniff am Spiel ist: Eine der beiden Antworten ist zwingend. Beim Blick auf den Schwerpunkt dieser Ausgabe, Hybrid Work, würde die Frage also lauten: "Im Homeoffice arbeiten oder im Büro?" Weder Gesetzgeber, Unternehmer noch Arbeitnehmer wollen sich hier aber festlegen und antworten meist mit "Geht nicht auch beides?"
Bei einer semantischen Betrachtung des Worts „Hybrid“ fällt auf, dass der Begriff im Lateinischen eher abwertend konnotiert war. Gemeint war eine Mischung dessen, was eigentlich nicht zusammengehört. Im 18. Jahrhundert erhält der Begriff eine biologische Bedeutung und bezeichnet nun das Kreuzungsprodukt zweier Arten – ganz neutral. In der Folge setzt sich zunehmend das Adjektiv gegenüber dem Nomen durch, und so landen wir schließlich beim Hybridmotor, der Hybrid Cloud und Hybrid Work. Und da all die genannten Dinge ja verkauft werden wollen, sind die Begriffe nun endlich auch positiv verortet.
Dass die Mehrzahl der Admins Hybrid Work uneingeschränkt begrüßen, darf aber bezweifelt werden, bedeutet hybrid doch auch den Zwang, zwei Strategien zu fahren. Mitarbeiter sollten im besten Fall im Büro einen PC stehen haben, sich aber eben auch vom heimischen Notebook einloggen können. Oder vom Smartphone aus. Und das Ganze natürlich sicher. Und performant. Und gefälligst so, dass Kreativität und Zusammenarbeit nicht darunter leiden. Ey Digga, wie soll das denn gehen? Ganz einfach: Indem Sie unsere Februar-Ausgabe lesen und ein paar nützliche Tipps mitnehmen.
Keine halben Sachen – und natürlich YOLO – wünscht Ihnen Ihr