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2026

05

2026-04-28T12:00:00

Storage-Management

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Interview

Storage-Management

Automatisierung

NVMe

Interview

»Storage-Management wird zunehmend automatisiert«

Redaktion IT-Administrator

Veröffentlicht in Ausgabe 05/2026 - AKTUELL

Die Verwaltung moderner Storage-Infrastrukturen wird zunehmend komplex. Gleichzeitig versprechen Automatisierung, KI-gestützte Analyse und zentrale Managementplattformen spürbare Entlastung im Betrieb. Im Interview erläutert Hasan Sheikh, Manager Presales Data Storage Solutions bei HPE Deutschland, wie sich Storage-Management verändert hat.

IT-Administrator: Herr Sheikh, was hat sich beim Storage-Management in den vergangenen fünf Jahren aus Ihrer Sicht für Administratoren spürbar vereinfacht, an welchen Stellen ist der Betrieb eher anspruchsvoller geworden?
Hasan Sheikh: Deutlich vereinfacht haben sich Routineaufgaben durch Automatisierung und KI-gestützte Analyse. Moderne Plattformen erkennen selbstständig Performanceanomalien oder Fehlkonfigurationen und bieten konkrete Handlungsempfehlungen, etwa zur Lastverteilung oder zur Migration von Workloads. Auch Firmwareupdates und Lifecycle-Management lassen sich heute weitgehend unterbrechungsfrei automatisieren. Eine Studie der Enterprise Strategy Group kommt zu dem Ergebnis, dass sich der administrative Aufwand von Storage- und Infrastrukturteams im Vergleich zu Legacy-Umgebungen um rund 43 Prozent reduzieren lässt.
Anspruchsvoller geworden sind dagegen Security, Compliance und Multicloud-Betrieb. Ransomware-Abwehr erfordert nicht nur Technik, sondern auch Prozesse und Know-how. Gleichzeitig wächst die Datenmenge durch KI- und Analyseanwendungen, während die Zahl spezialisierter Admins stagniert und tendenziell sogar rückläufig ist. Viele Unternehmen müssen daher deutlich komplexere Infrastrukturen mit kleineren Teams betreiben, was vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend zum Problem wird.
IT-Administrator: Herr Sheikh, was hat sich beim Storage-Management in den vergangenen fünf Jahren aus Ihrer Sicht für Administratoren spürbar vereinfacht, an welchen Stellen ist der Betrieb eher anspruchsvoller geworden?
Hasan Sheikh: Deutlich vereinfacht haben sich Routineaufgaben durch Automatisierung und KI-gestützte Analyse. Moderne Plattformen erkennen selbstständig Performanceanomalien oder Fehlkonfigurationen und bieten konkrete Handlungsempfehlungen, etwa zur Lastverteilung oder zur Migration von Workloads. Auch Firmwareupdates und Lifecycle-Management lassen sich heute weitgehend unterbrechungsfrei automatisieren. Eine Studie der Enterprise Strategy Group kommt zu dem Ergebnis, dass sich der administrative Aufwand von Storage- und Infrastrukturteams im Vergleich zu Legacy-Umgebungen um rund 43 Prozent reduzieren lässt.
Anspruchsvoller geworden sind dagegen Security, Compliance und Multicloud-Betrieb. Ransomware-Abwehr erfordert nicht nur Technik, sondern auch Prozesse und Know-how. Gleichzeitig wächst die Datenmenge durch KI- und Analyseanwendungen, während die Zahl spezialisierter Admins stagniert und tendenziell sogar rückläufig ist. Viele Unternehmen müssen daher deutlich komplexere Infrastrukturen mit kleineren Teams betreiben, was vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend zum Problem wird.
HPE bietet ein breites Storage-Portfolio. Welche Rolle spielt dabei ein einheitliches Management, um Administratoren im Alltag nicht mit zusätzlichen Silos zu konfrontieren?
Ein konsistentes Management ist entscheidend, um neue Silos zu vermeiden. HPE setzt dabei auf die cloudbasierte Green- Lake-Plattform, über die sich Server, Storage und Netzwerk über alle Standorte hinweg zentral überwachen und verwalten lassen. So entsteht ein einheitliches Betriebsmodell unabhängig davon, ob Systeme On-Premises oder in der Cloud laufen. Ein solches zentrales Management reduziert Toolwechsel, Schulungsaufwand und Fehlerquellen erheblich – insbesondere in kleinen Teams. Trotzdem bleibt die vollständige Vereinheitlichung in heterogenen Umgebungen eine echte Herausforderung, sodass offene Schnittstellen und punktuelle Integrationen weiterhin wichtig sind.
NVMe und NVMe over Fabrics sind im Rechenzentrum angekommen. Wo sehen Sie heute reale Vorteile im Betrieb und wo stoßen Unternehmen beim Management vielleicht noch an Grenzen?
NVMe bietet deutliche Vorteile bei Latenz und Durchsatz und ermöglicht neue Architekturen wie disaggregierte Systeme, bei denen Performance und Kapazität unabhängig skaliert werden können. Das ist besonders für datenintensive Anwendungen oder KI-Workloads relevant. Wir haben vor zwei Jahren Alletra MP als All-NVMe-Array auf den Markt gebracht. Das heißt, das Array hat NVMe-Medien und das Backend ist NVMe over Fabrics. Engpässe entstehen heute vor allem außerhalb des Arrays. Häufig wird das Netzwerk zum Flaschenhals. NVMe-oF zwischen dem Array und den Servern ist technisch realisierbar, setzt jedoch entsprechendes Know-how im Betrieb voraus. Zudem müssen Betriebssysteme und Anwendungen die Technologie unterstützen.
»NVMe over Fabrics ist technisch reif – im Betrieb fehlt oft noch das Know-how«
Viele Firmen betreiben hybride Umgebungen aus On-Premises-, Edge- und Cloud-Storage. Wie gut lässt sich das Storage-Management über diese Grenzen hinweg heute wirklich vereinheitlichen – etwa über APIs, Automatisierung oder zentrale Policys?
Hybrid-IT ist heute der Normalfall. Moderne Plattformen bieten daher eine globale Sicht auf alle Systeme über alle Standorte und Betriebsmodelle hinweg. Administratoren können Sicherheitsrichtlinien, Firmware oder Konfigurationen zentral ausrollen und viele Systeme wie eine einzige Umgebung behandeln. Auch die Provisionierung wird stärker automatisiert: Statt manuell Kapazitäten auf einzelnen Arrays bereitzustellen, definieren Admins Anforderungen wie Performance oder Verfügbarkeit, und das System wählt geeignete Ressourcen automatisch aus. Für Multi-Vendor-Umgebungen bleibt die Integration über APIs ein praktikabler Ansatz.
Wenn Sie fünf Jahre nach vorn blicken: Wird Storage-Management stärker von Software, KI-gestützter Automatisierung oder weiterhin von Hardware-Innovationen getrieben?
Software und KI-gestützte Automatisierung werden die Entwicklung dominieren, während Hardware weiterhin die Basis für Performance und Effizienz bildet. Systeme werden zunehmend autonom arbeiten – etwa bei der Kapazitätsplanung, der Datenplatzierung oder der Fehlervermeidung. KI wird die Administratoren nicht ersetzen, aber ihre Rolle verändern: Routineaufgaben werden automatisiert, während Governance, Architektur und Kostenkontrolle stärker in den Fokus rücken.
Wir danken für das Gespräch!
Hasan Sheikh, Manager Presales Data Storage Solutions bei HPE Deutschland