Der GNOME-Desktop hat in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen, weshalb viele Benutzer Linux mittlerweile als ernsthafte Alternative zu anderen Betriebssystemen betrachten. In diesem Open-Source-Tipp zeigen wir Ihnen, wie Sie den GNOME-Desktop dank Extensions und Tweaks an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen.
Nach einer neuen Systeminstallation gehört die individuelle Konfiguration des Desktops für viele Linux-Benutzer zu den ersten Schritten. Gerade unter Fedora, mit dem standardmäßig eingesetzten GNOME-Desktop [1], passen Sie mit wenigen Handgriffen die Oberfläche an Ihre eigenen Bedürfnisse an. Die hierfür benötigten Werkzeuge sind die GNOME-Extensions [2] in Kombination mit dem Tool GNOME-Tweaks [3]. Am Beispiel des beliebten Themes Gruvbox zeigen wir Ihnen, welche Schritte notwendig sind, damit Sie es auf Ihrem GNOME-Desktop einsetzen können.
GNOME-Extensions und Tweaks
Auch wenn Sie über die Standardeinstellungen in GNOME sehr viele Settings vornehmen können, ist es leider nicht möglich, ein eigenes Theme für die GNOME-Shell zu definieren. Hier kommt das Tool GNOME-Tweaks ins Spiel. Sollte dieses nicht bereits installiert sein, holen Sie es mithilfe des Paketmanagers Ihrer Distribution nach. Unter Fedora funktioniert dies wie gewohnt mittels dnf:
dnf install gnome-tweaks
rpm -q gnome-tweaks
Unter dem Menüpunkt "Darstellung" (auf englischsprachigen Systemen "Appearance") können Sie nun ein Theme auswählen. Ist dies nicht möglich, aktivieren Sie über die GNOME-Extensions zuerst die Erweiterung "User Themes". Die GNOME-Extensions spielen Sie wie auch schon zuvor die GNOME-Tweaks mithilfe des Paketmanagers ein:
Nach einer neuen Systeminstallation gehört die individuelle Konfiguration des Desktops für viele Linux-Benutzer zu den ersten Schritten. Gerade unter Fedora, mit dem standardmäßig eingesetzten GNOME-Desktop [1], passen Sie mit wenigen Handgriffen die Oberfläche an Ihre eigenen Bedürfnisse an. Die hierfür benötigten Werkzeuge sind die GNOME-Extensions [2] in Kombination mit dem Tool GNOME-Tweaks [3]. Am Beispiel des beliebten Themes Gruvbox zeigen wir Ihnen, welche Schritte notwendig sind, damit Sie es auf Ihrem GNOME-Desktop einsetzen können.
GNOME-Extensions und Tweaks
Auch wenn Sie über die Standardeinstellungen in GNOME sehr viele Settings vornehmen können, ist es leider nicht möglich, ein eigenes Theme für die GNOME-Shell zu definieren. Hier kommt das Tool GNOME-Tweaks ins Spiel. Sollte dieses nicht bereits installiert sein, holen Sie es mithilfe des Paketmanagers Ihrer Distribution nach. Unter Fedora funktioniert dies wie gewohnt mittels dnf:
dnf install gnome-tweaks
rpm -q gnome-tweaks
Unter dem Menüpunkt "Darstellung" (auf englischsprachigen Systemen "Appearance") können Sie nun ein Theme auswählen. Ist dies nicht möglich, aktivieren Sie über die GNOME-Extensions zuerst die Erweiterung "User Themes". Die GNOME-Extensions spielen Sie wie auch schon zuvor die GNOME-Tweaks mithilfe des Paketmanagers ein:
dnf install gnome-extensions-app
rpm -q gnome-extensions-app
Nach dem Start der Anwendung schalten Sie dann den Menüpunkt "User Themes" ein. Sollte dieser gar nicht vorhanden sein, installieren Sie die Erweiterung einfach über die GNOME-Extensions-Webseite.
Browser-Plug-in
Damit dies funktioniert benötigen Sie ein Browser-Plug-in, das Ihnen beim Aufrufen der Webseite direkt angezeigt wird. Dieses Plug-in ist notwendig, damit Sie die gewünschte GNOME-Erweiterung, in diesem Beispiel "User Themes", direkt über die GNOME-Extensions-Webseite installieren können. Welchen Browser Sie für den Zugriff auf die Extensions-Webseite verwenden, spielt keine große Rolle, wichtig ist lediglich, dass für die Kommunikation mit dem Hostsystem das Paket "gnome-browser-connector" installiert ist:
rpm -q gnome-browser-connector
Rufen Sie nach der Installation der User-Themes-Erweiterung erneut die GNOME-Extensions auf, sollten Sie nun die Möglichkeit haben, die Erweiterung "User Themes" zu aktivieren. Im nächsten Schritt installieren Sie das gewünschte Theme direkt von der GNOME-Extensions-Webseite [2] oder kopieren es manuell in den Ordner "~/.themes":
ls ~/.themes
gruvbox-dark gruvbox-light
Rufen Sie nun erneut GNOME-Tweaks auf, haben Sie die Möglichkeit, das soeben installierte Theme für die GNOME-Shell auszuwählen. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass GNOME-Extensions natürlich über reine Themes hinaus existieren. Mit Werkzeugen wie "Dash to Dock" können Sie beispielsweise das Dock ein- oder ausblenden und optisch anpassen. Transparenz, Position und Größe lassen sich so verändern, dass das Dock optimal zum dunklen Gruvbox-Design passt. Schauen Sie sich einmal auf der GNOME-Extensions-Webseite um, welche anderen Extensions gut zu Ihrem Workflow passen.
Bild 1: Das Browser-Plug-in erlaubt die Installation von GNOME-Extensions direkt über die Webseite.
Application-Launcher mit Ulauncher
Der GNOME-Desktop ist bewusst recht einfach und minimalistisch gestaltet. Die integrierte Aktivitätenübersicht erlaubt es, grundlegende Funktionen auszuführen. Doch wer häufig Programme startet, Workflows automatisiert oder mit Suchbefehlen arbeitet, wünscht sich oft eine schnellere und einfachere Lösung. Genau hier setzt Ulauncher an [4]. Die Software stellt einen Application Launcher zur Verfügung, wie von macOS bekannt und mit anderen Launchern wie Raycast oder Alfred vergleichbar. Unter Linux ähnelt Ulauncher am ehesten der plattformübergreifenden Software Cerebro [5].
Ähnlich wie auch bei GNOME selbst, stellt Ulauncher eigene Extensions [6] zur Verfügung, um so den Funktionsumfang der Software weiter zu erhöhen und Entwicklern die Möglichkeit zu geben, eigene Erweiterungen beizusteuern. Somit können Sie nicht nur sehr einfach Anwendungen mithilfe von Ulauncher starten, sondern dank der passenden Erweiterungen auch Ihre Browser-Bookmarks durchsuchen und die gewünschte Webseite dann direkt aus Ulauncher heraus öffnen, Passwörter aus Passwortmanagern abrufen oder Container verwalten – alles direkt aus dem Eingabefeld heraus, das Ulauncher zur Verfügung stellt.
Gerade für technisch versierte Anwender stellt der Einsatz von Ulauncher einen enormen Effizienzgewinn dar. Anstatt erst ein Terminal zu öffnen, lassen sich häufig genutzte Befehle und sogar komplette Workflows als Shortcuts definieren und aus Ulauncher heraus starten.
Bild 2: Das gewünschte Theme wählen Sie nach der Installation über die GNOME-Tweaks-App aus.
Installation als Paket oder Flatpak
Zur Installation von Ulauncher haben Sie mehrere Möglichkeiten. Einige Distributionen, wie beispielsweise Fedora, stellen fertige Pakete zur Verfügung, sodass Sie mithilfe des jeweiligen Paketmanagers diese direkt installieren können. Andere Distributionen wie Ubuntu oder Arch Linux erfordern zuerst das Einbinden externer Repositorys. Unter Fedora installieren Sie das Paket wie gewohnt über dnf:
dnf install Ulauncher
rpm -q Ulauncher
Alternativ dazu haben Sie auch die Möglichkeit, Ulauncher als Flatpak [8] einzubinden. Dieser Ansatz ist unabhängig von einer bestimmten Distribution und sorgt zudem dafür, dass die Installation und der Betrieb der Anwendung innerhalb einer Sandbox und somit unabhängig vom restlichen System stattfindet. Der Ablauf hierfür sieht wie folgt aus, wobei wir davon ausgehen, dass Sie die eigentliche Flatpak-Software bereits auf Ihrem System installiert haben:
Nach der Installation können Sie Ulauncher über die Tastenkombination "Ctrl + Leertaste" starten, wobei sich die Tastenkombination natürlich anpassen lässt. Im ersten Schritt sollten Sie auch direkt in den Einstellungen der Anwendung dafür sorgen, dass Ulauncher nach jedem Login automatisch startet.
Fazit
Die GNOME-Extensions und -Tweaks erlauben umfangreiche Änderungen an Ihrem Desktop. Um Anwendungen dabei bequem über eine Eingabezeile zu starten, bietet sich der Einsatz eines Application Launchers wie beispielweise Ulauncher an.