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2026

10

2026-09-29T12:00:00

Datensicherheit

EDITORIAL

003

Editorial

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Teuer bezahlt

Redaktion IT-Administrator

Veröffentlicht in Ausgabe 10/2026 - EDITORIAL

Die Spielregeln der Cyberkriminalität haben sich spürbar verschoben, wenn TByte vertraulicher Verwaltungsakten im Darknet auftauchen oder Kommunen über Nacht in die analoge Steinzeit zurückgeworfen werden. Es geht längst nicht mehr nur um die spektakuläre Blockade von Systemen durch Ransomware. Die eigentliche Währung des digitalen Erpressertums ist der Abfluss sensibler Daten – exfiltriert aus ungenügend abgesicherten Umgebungen, lange bevor der erste Alarm schlägt. Das Ausmaß an Datenverlusten erreicht dabei Jahr für Jahr neue Höchststände.
Die Realität moderner IT-Infrastrukturen ist derweil hybrid, komplex und hochgradig verteilt. Es klingt beinahe paradox: Während wir uns gedanklich bereits auf das Post-Quantum-Zeitalter vorbereiten müssen, um die Kryptographie von morgen zukunftssicher zu machen, kämpfen wir im Active Directory noch immer mit Altlasten. Das Härten des AD gegen NTLM-Relay-Angriffe und Kerberoasting gehört nicht in die Kategorie "Nice-to-have", sondern ist handfeste digitale Hygiene.
Und wenn Identitäten das neue Gateway sind, müssen wir sie kompromisslos schützen. Dabei verlagert sich das Identitätsmanagement zusehends. Wer etwa Linux-Systeme über moderne Brücken nativ in Entra ID integriert oder komplexe IAM-Strukturen über Multicloud-Grenzen hinweg orchestriert, schafft Ordnung und schließt gleichzeitig die Schlupflöcher, die Angreifer für ihre Privilege Escalation suchen.
Die Spielregeln der Cyberkriminalität haben sich spürbar verschoben, wenn TByte vertraulicher Verwaltungsakten im Darknet auftauchen oder Kommunen über Nacht in die analoge Steinzeit zurückgeworfen werden. Es geht längst nicht mehr nur um die spektakuläre Blockade von Systemen durch Ransomware. Die eigentliche Währung des digitalen Erpressertums ist der Abfluss sensibler Daten – exfiltriert aus ungenügend abgesicherten Umgebungen, lange bevor der erste Alarm schlägt. Das Ausmaß an Datenverlusten erreicht dabei Jahr für Jahr neue Höchststände.
Die Realität moderner IT-Infrastrukturen ist derweil hybrid, komplex und hochgradig verteilt. Es klingt beinahe paradox: Während wir uns gedanklich bereits auf das Post-Quantum-Zeitalter vorbereiten müssen, um die Kryptographie von morgen zukunftssicher zu machen, kämpfen wir im Active Directory noch immer mit Altlasten. Das Härten des AD gegen NTLM-Relay-Angriffe und Kerberoasting gehört nicht in die Kategorie "Nice-to-have", sondern ist handfeste digitale Hygiene.
Und wenn Identitäten das neue Gateway sind, müssen wir sie kompromisslos schützen. Dabei verlagert sich das Identitätsmanagement zusehends. Wer etwa Linux-Systeme über moderne Brücken nativ in Entra ID integriert oder komplexe IAM-Strukturen über Multicloud-Grenzen hinweg orchestriert, schafft Ordnung und schließt gleichzeitig die Schlupflöcher, die Angreifer für ihre Privilege Escalation suchen.
Doch Sicherheit hört nicht beim Login auf; sie zieht sich durch die gesamte Bereitstellungskette. Ob wir Infrastruktur in Kubernetes-Clustern betreiben und mittels Kyverno mit strikten Policies absichern, unsere Software-Lieferketten vor gezielten Supply-Chain-Angriffen schützen oder schlicht kontrollieren, wie vertrauliche Medien und Daten über physische Datenschleusen die Unternehmensgrenzen passieren: IT-Sicherheit ist die Summe vieler konsequenter Schritte, um am Ende nicht teuer für Datenverluste zu bezahlen.
In dieser Ausgabe widmen wir uns genau diesen Stellschrauben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Identitäten im Active Directory und in der Cloud stählen, Ihre Container-Orchestrierung absichern und die Datenwege im Unternehmen unter Kontrolle behalten. Denn die Frage ist heute nicht mehr, ob Daten abgegriffen werden sollen, sondern wie viel Widerstand Ihre Architektur diesem Versuch entgegensetzt.
Eine spannende Lektüre wünscht
Daniel Richey
Stellv. Chefredakteur, Chef vom Dienst